Gewerbesteuer zieht in vielen Kommunen kräftig an
Schwandorf erhöht am stärksten

Symbolbild: dpa
Wirtschaft
Regensburg
15.09.2016
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Zwölf von 250 Gemeinden erhöhten ihren Gewerbesteuerhebesatz. Nur zwei Gemeinden haben laut IHK-Hebesatzumfrage 2016 ihre Gewerbesteuer gesenkt. Da Steuererhöhungen den Produktions- und Investitionsstandort "nicht attraktiver machen", fordert die IHK Regensburg die Kommunen auf, ihre Haushalte stärker auf Ausgabenkürzungen zu überprüfen und die interkommunale Zusammenarbeit zu intensivieren.

Die Unternehmen in der großen Kreisstadt Schwandorf und in Freihung (Kreis Amberg-Sulzbach) trifft eine Steigerung von 30 Prozentpunkten, gefolgt von Waldsassen mit einer Anhebung um 25 Prozentpunkte. Neustadt a.d. Donau (Landkreis Kelheim) und die Gemeinden Stadlern (Landkreis Schwandorf), Traitsching (Landkreis Cham) und Schierling (Landkreis Regensburg) legen mit plus 20 Prozentpunkten spürbar zu. Obertraubling und Pettendorf (Landkreis Regensburg), Erbendorf (Landkreis Tirschenreuth) und Arnschwang (Landkreis Cham) erhöhten um jeweils zehn Prozentpunkte.

Das IHK-Gremium für den Landkreis Schwandorf sieht in der Gewerbesteuererhöhung der Kreisstadt Schwandorf das falsche Signal für Unternehmen, und fordert, mit den Mehreinnahmen sinnvoll umzugehen. Gremiumsvorsitzender Hubert Döpfer: "Höchste Priorität hat in Schwandorf die Professionalisierung der Wirtschaftsförderung, der Unternehmensansiedlung und des Stadtmarketings." Dieses Engagement der Stadt lasse immer noch auf sich warten. Waldmünchen im Landkreis Cham senkte den Gewerbesteuerhebesatz um 20 Prozentpunkte auf nun 330 Prozent. Auch in Immenreuth (-10) im Landkreis Tirschenreuth wurde der Hebesatz für die Gewerbesteuer zurückgenommen. (nt/az)
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