Käse, Joghurt und Butter aus der Region im "Tante-Emma-Laden" - Planungen auch für Kemnath und ...
Werksverkauf lebt wieder auf

Wirtschaft
Regensburg
18.10.2014
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Es ist ein Revival, das zum Trend hin zu regionalen Produkten passt. Am Dienstag eröffnete das Milchwerk in Regensburg seinen Werksverkauf neu.

Es scheint sich bereits herumgesprochen haben, dass es in der Donaustaufer Straße, in einem Laden neben dem Milchwerk, Butter, Joghurt, Käse und andere Milchprodukte aus der Region zu kaufen gibt. Seit einigen Wochen hat das Geschäft, das an einen "Tante-Emma-Laden" erinnert, werktags von 6 bis 16.30 Uhr geöffnet. Vor kurzem gaben Franz Kustner, Vorstandsvorsitzender von Domspitzmilch, Norbert Bauer, Bayernland-Geschäftsführer des Bereichs Milch und Produktion, und Gerhard Gradl, Aufsichtsratsvorsitzender von Domspitzmilch, den offiziellen Startschuss.

Dass der Werksverkauf schon vor Jahrzehnten einmal neben dem Milchwerk stattgefunden hatte, wusste nur noch der dienstälteste Mitarbeiter. Auch später wurden die Milchprodukte direkt an die Kunden verkauft - jedoch innerhalb des Werks. Wegen strengerer Vorschriften war es für Kunden nicht mehr möglich, das Werksgelände zu betreten. Vor etwa zwei Jahren kam der Direktverkauf ganz zum Erliegen. Doch die Nachfrage der Kunden blieb.

Kunden wollen Regionales

Umso zufriedener waren alle bei der Wiedereröffnung. Der Zuspruch für den Werksverkauf zeige, dass die Identifikation mit dem Regensburger Milchwerk nach wie vor groß ist - auch wenn Domspitzmilch vor sechs Jahren in den Nürnberger Milchkonzern Bayernland eingebracht wurde, betonte Bauer. Im Supermarkt könne nur noch ein geschulter Kunde erkennen, woher ein Produkt stammt.

Der Werksverkauf komme dem Kundenwunsch nach regionalen Erzeugnissen entgegen. Der Rohstoff Milch stammt aus den Landkreisen rund um Regensburg. Die Erzeugnisse werden an den Bayernland-Standorten Regensburg, Amberg, Kemnath oder Bayreuth hergestellt. So steht in den Kühlregalen Rigatello aus Amberg neben Butterfett aus Regensburg und geriebenem Käse aus Bayreuth. "Ein bewusst regionaler Ausschnitt aus unserem Sortiment", erklärte Bauer. Verkauft werden die Produkte zu Preisen, die etwas unter dem üblichen Niveau liegen. Bauer verriet, dass am Standort Kemnath ein Werksverkauf geplant sei. Und Gradl berichtete, dass es am Amberger Milchhof Überlegungen gebe, einen solchen Verkauf einzuführen. "Wir wollen unsere Regionalität herausstellen", sagte Kustner. Der Austausch mit den Kunden über die Produkte sei durchaus gewollt. "Sie können hier sehen, fühlen und genießen, was vor Ort produziert und verarbeitet wird."
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