Metall- und Elektrobranche plant Einstellungen - Weiterbildung von Mitarbeitern wichtiges Thema
Höchste Beschäftigtenzahl seit 23 Jahren

Freuen sich über 810 000 Beschäftigte: Hermann Brandl, Geschäftsführer der Bayme-VBM-Geschäftsstelle Oberpfalz, und Thomas Ebenhöch, Vorsitzender der Bayme-VBM-Region Regensburg. Bild: Hinterberger
Wirtschaft
Regensburg
13.08.2015
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Die Oberpfälzer Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie bewerten ihre Geschäftslage momentan als überwiegend gut. Das ergab die Sommerumfrage der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände Bayme und VBM. Auf die kommenden Monate blicken die Unternehmer allerdings pessimistischer: Vor allem beim Auslandsgeschäft überwiegen die negativen Erwartungen.

Die Krise zwischen Russland und Ukraine sowie die Lage in China seien zwei Gründe für die negativen Einschätzungen der Unternehmer, betonte Thomas Ebenhöch, Vorsitzender der Bayme-VBM-Region Regensburg. Bereits 2014 waren die Exporte der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie um 15,3 Prozent gefallen, in der ersten Hälfte 2015 waren es weitere 48 Prozent.

Positiv entwickelt haben sich hingegen die Beschäftigungszahlen. "Mit 810 000 Mitarbeitern in Bayern haben wir den höchsten Stand seit 23 Jahren", präsentierte Ebenhöch das erfreuliche Ergebnis. In der Oberpfalz seien es knapp 90 000, wie der Geschäftsführer der Bayme-VBM-Geschäftsstelle Oberpfalz, Hermann Brandl, ergänzte. Die Umfrage ergab außerdem, dass gut 30 Prozent der Unternehmen auch in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Arbeitsplätze im Inland schaffen wollen.

Gerade im Bereich der Beschäftigten liegen aber auch die größten zukünftigen Herausforderungen der Unternehmen, wie Ebenhöch betonte. Die Qualifizierung der Mitarbeiter in Zusammenhang mit der zunehmenden Technologisierung und der prognostizierte Fachkräftemangel erfordere ein Umdenken der Unternehmen. "Der richtige Mitarbeiter an der richtigen Stelle, wenn er durch Erfahrung, Weiterbildung oder lebenslanges Lernen die Bedingungen erfüllt, ist eine Option", erklärte Ebenhöch einen Gedanken, von dem er sich wünsche, dass er in den Unternehmen mehr umgesetzt werde. Nicht immer sei ein Studium zwingend notwendig. "Unternehmen müssen Mitarbeitern Perspektiven bieten, die zu einer Weiterqualifikation bereit sind", fuhr er fort. Das geschehe durch das Wegnehmen von Karrierebarrieren. Gerade weil es aufgrund der Technologisierung in einigen Bereichen auch zu einem Rückgang der Facharbeiterstellen kommen werde, müssten sich die Unternehmen mit der Thematik der Weiterqualifizierung auseinandersetzen, ergänzte Ebenhöch
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