Oberpfälzer Metall- und Elektroarbeitgeber zufrieden mit der Geschäftslage
2500 neue Stellen für die Oberpfalz

"Es muss uns gelingen, sie in Berufe zu bringen, von der angelernten Kraft bis zum Hochschulabsolventen." Zitat: Arbeitgeberverband-Vorsitzender Thomas Ebenhöch über die Integration der Flüchtlinge
Wirtschaft
Regensburg
10.08.2016
84
0

Die Oberpfälzer Metall- und Elektroarbeitgeber sind überwiegend zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Vor allem das Inlandsgeschäft läuft gut. Sorgen bereiten den Unternehmern aber neue Unwägbarkeiten in der Türkei und auch in Großbritannien.

"Wir bekommen das Feedback von vielen Oberpfälzer Unternehmen, dass sie sich in einer positiven Situation befinden", sagte Thomas Ebenhöch, Vorsitzender der Arbeitgeberverbände Bayme und VBM in der Region Regensburg, am Dienstag bei einem Pressegespräch.

Bei einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben im Bezirk bezeichneten fast 70 Prozent der Unternehmen das Inlandsgeschäft als gut - deutlich mehr als noch im vergangenen Dezember. Die Geschäftslage im Ausland bewerteten allerdings nur 48 Prozent der Befragten als positiv, etwas weniger als vor einem halben Jahr. Die Geschäftserwartungen jedoch sind sowohl für das Inland als auch für das Ausland besser als noch im Winter.

Investitionen erhöhen


Die inländischen Produktionspläne sind wieder aufwärts gerichtet. 14 Prozent der Firmen planen eine Erhöhung der Investitionen. Die Ertragslage ist der Umfrage zufolge sehr gut. 60 Prozent der Unternehmen hoffen auf eine Nettoumsatzrendite im Jahresdurchschnitt von vier Prozent und mehr.

Die positive Lage wirkt sich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze aus. "Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird sich beschleunigen", erklärte Ebenhöch. 47 Prozent der Unternehmen wollen der Umfrage zufolge in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Jobs im Inland schaffen. Nur knapp sieben Prozent müssen Stellen streichen. Im ersten Halbjahr sind laut Ebenhöch in den Oberpfälzer Metall- und Elektrounternehmen bereits 1100 neue Stellen entstanden.

"Bis Ende 2016 rechnen wir mit weiteren 1400 neuen Arbeitsplätzen." Für Unsicherheit sorgen die Spannungen in der Türkei. "Die Türkei ist für die Oberpfalz kein unerheblicher Geschäftspartner", stellte Ebenhöch fest. Gerade im mechanischen Bereich würden hiesige Firmen in der Türkei produzieren lassen. 2015 exportierte die bayerische Metall- und Elektroindustrie zudem Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro in die Türkei.

Noch gar nicht einschätzbar seien die Folgen des Brexit-Votums, meinte Ebenhöch. Er plädierte für eine schnelle Lösung, die möglichst zu keiner Einschränkung des Handels mit Großbritannien führt. Weiterhin "katastrophal" seien die Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland für einige Oberpfälzer Unternehmen.

Syrer bei Continental


Zur Integration der Flüchtlinge sagte Ebenhöch: "Es muss uns gelingen, sie in Berufe zu bringen, von der angelernten Kraft bis zum Hochschulabsolventen." Bei Continental Regensburg würden demnächst auch Syrer eine Ausbildung starten, berichtete Ebenhöch als der dortige Standortleiter.

Es muss uns gelingen, sie in Berufe zu bringen, von der angelernten Kraft bis zum Hochschulabsolventen.Arbeitgeberverband-Vorsitzender Thomas Ebenhöch über die Integration der Flüchtlinge
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.