Regensburger Knotenpunkt schafft viele Arbeitsplätze
Hafen als Jobmotor

Der Regensburger Hafen verbindet als wichtigste Verkehrsdrehscheibe den Gütertransport auf dem Wasser, der Schiene und der Straße miteinander. Bild: Bayernhafen
Wirtschaft
Regensburg
30.11.2016
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Getreide, Stahl, Textilien und exotisches Obst werden im Regensburger Hafen umgeschlagen. Der Knotenpunkt ist als wichtigste Verkehrsdrehscheibe der Region nicht wegzudenken. Gleichzeitig schafft der Hafen Arbeitsplätze weit über die Kaimauern hinaus. Wie viele - davon ist sogar Niederlassungsleiter Dieter Haack überrascht.

Ein Jahr lang hat die Bayernhafen-Gruppe, die den Regensburger Hafen betreibt, Daten gesammelt und ausgewertet. Herausgekommen ist die erste Beschäftigungsstudie des Standorts, die am Montagabend bei der Veranstaltungsreihe "Bayernhafen hautnah" vorgestellt wurde. "Über 7500 Arbeitsplätze hängen in der Region direkt oder indirekt vom Hafen Regensburg ab", fasste Haack das Ergebnis zusammen.

Auch indirekte Effekte


In die Studie aufgenommen wurden direkte Effekte wie die rund 1800 Stellen in den 84 Unternehmen, die im Hafen angesiedelt sind, aber auch indirekte Effekte wie Arbeitsplätze bei Betrieben, bei denen die hafen-affinen Unternehmen Güter und Dienstleistungen einkaufen.

"Auf jeden Arbeitsplatz im Hafen kommen drei Arbeitsplätze außerhalb, die ohne den Hafen nicht existieren würden", sagte Haack. Das sei eine Besonderheit des logistikstarken Regensburger Hafens. Die Studie habe eine gute Aussagekraft: Von 169 angeschriebenen Unternehmen - Ansiedler und ausgewählte Firmen im Umkreis von 50 Kilometern um den Hafen - schickten 128 den entsprechenden Fragebogen auch ausgefüllt zurück.

Der tatsächliche Beschäftigungs-effekt ist Haack zufolge sogar noch deutlich größer als die 7500 Arbeitsplätze. Nicht eingerechnet seien beispielsweise die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, die für eine Umfrage zu kleinstrukturiert sei. Gerade für die Landwirte sei der Hafen ein wichtiger Umschlagsort: Sie liefern Getreide an und beziehen Futter- und Düngemittel von hier. Nicht eingeflossen seien auch der Wachstumsfaktor einer Region durch eine gute Grundversorgung oder die Beschäftigungseffekte durch den Flusskreuzfahrttourismus.

Die Bayernhafen-Gruppe, eine Tochtergesellschaft des Freistaats, betreibt sechs Hafenstandorte in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau. Insgesamt schaffen die Häfen über 40 000 Arbeitsplätze in Bayern, erläuterte Haack. In Bezug auf den Schiffsgüterumschlag ist Regensburg sogar der mit Abstand größte Hafen im Freistaat: Sein Marktanteil beträgt 25 Prozent.

Sehr umweltfreundlich


Acht Millionen Tonnen an Gütern hat der Hafen im vergangenen Jahr umgeschlagen. Die Güter kommen dabei über die Langstrecke per Schiff oder Bahn nach Regensburg - zusammen machen die umweltfreundlichen Verkehrsmittel die Hälfte des Umschlags aus. Die andere Hälfte stellen die Lastwagen, die die Waren in der Region verteilen - oder umgekehrt aus der Region zum Hafen bringen.

Auf jeden Arbeitsplatz im Hafen kommen drei Arbeitsplätze außerhalb, die ohne den Hafen nicht existieren würden.Dieter Haack, Niederlassungsleiter
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