Schwieriges Jahr für Domspitzmilch - Im Schnitt 38 Cent je Liter erzielt
Milcherzeuger hoffen auf TTIP

Sie blicken auf ein nicht ganz einfaches Jahr von Domspitzmilch zurück: Von links Franz Kustner, Vorstandsvorsitzender von Domspitzmilch, Bayerland-Hauptgeschäftsführer Gerhard Meier, Gerhard Gradl, Aufsichtsratsvorsitzender von Domspitzmilch und Dr. Norbert Bauer, Geschäftsführer für Milch und Produktion bei Bayernland. Bild: Hinterberger
Wirtschaft
Regensburg
16.06.2015
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Das letzte Geschäftsjahr war kein leichtes für Domspitzmilch und den Milchkonzern Bayernland, zu dem die Genossenschaft seit 2008 gehört. Sowohl die Nachwirkungen der Insolvenz der Bayernland-Tochter Bergland 2013/2014, als auch der fehlende Export nach Russland wirkten sich auf die Geschäfte aus. Trotz allem konnte Domspitzmilch aber einen Jahresüberschuss von rund 194 000 Euro erwirtschaften.

Mit durchschnittlich 38 Cent pro Liter sei außerdem schon das zweite Jahr in Folge ein überdurchschnittlicher Milchpreis erzielt worden, betonte Vorstandsvorsitzender Franz Kustner bei der Vertreterversammlung von Domspitzmilch am Montag im Regensburger Kolpinghaus. Der diesjährige Milchpreis liege nur knapp unter dem des Vorjahres. Es waren sich allerdings auch alle Anwesenden bewusst, dass sich dieser Preis so nicht halten lässt.

Keine Dumpingpreise

Trotz allem wird es bei Bayernland und Domspitzmilch keine Dumpingpreise geben. Das machte Bayernland-Hauptgeschäftsführer Gerhard Meier deutlich. Um dies zu gewährleisten, aber auch um der durch Wegfall der Milchquote ansteigenden Produktion gerecht zu werden, hoffen die Verantwortlichen auf eine positive Entscheidung in Sachen TTIP. Durch das Freihandelsabkommen könnten Milchprodukte "Made in Bavaria" auch in den USA verkauft werden. Dort zahlten die Verbraucher rund ein Drittel mehr für Milchprodukte, als dies in Deutschland der Fall sei, erklärte Meier. Wie Dr. Norbert Bauer, Geschäftsführer für Milch und Produktion bei Bayernland, ergänzte, investiere das Unternehmen aber auch stark in die Region. So sei ein Erweiterungsbau am Bayreuther Werk gerade abgeschlossen. In Regensburg baue das Unternehmen außerdem gerade ein neues Lager.
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