Zu neuen Ufern

Wirtschaft
Regensburg
30.04.2015
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Seit seiner Inbetriebnahme 2006 ist der Container-Umschlag im Regensburger Bayernhafen um 160 Prozent gestiegen. Jetzt muss mehr Platz her, also wird das Terminal erweitert. Kosten: rund zehn Millionen Euro.

Die Pläne der Erweiterung stellten der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) und Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen-Gruppe, jetzt in Regensburg vor.

"Die Industrieregion Regensburg boomt, die Nachfrage nach Containerverkehr steigt. Bayernhafen sichert durch die Erweiterung des Terminals seine Position als intelligente Verkehrsdrehscheibe", betonte Söder in Hinblick auf die sogenannte trimodale Infrastruktur des Hafens, der drei Verkehrswege verknüpft. Das Terminal sei eine entscheidende Schnittstelle zwischen Schienen-, Straßen- und Wasserverkehr.

Kran schließt Lücke

Ein Problem sei jedoch die fehlende direkte Anbindung des Schienenverkehrs an das Wasser, wie Joachim Zimmermann erläuterte. Im Zuge der Erweiterung soll diese Lücke nun mit Hilfe eines Container-Brückenkrans geschlossen werden.

Insgesamt wird das ursprüngliche Terminalgelände von 28 000 auf 45 000 Quadratmeter erweitert. Dabei werden die Baumaßen ein "Aufbruch zu neuen Ufern", wie der Geschäftsführer die Erweiterungsmaßnahmen bezeichnete. Zehn Millionen Euro soll der Umbau kosten. Das Geld stamme jedoch nicht aus dem Steuersäckel, betonte Söder, sondern werde von der Bayernhafen-Gruppe selbst aufgebracht.

"Baubeginn wird das Frühjahr 2016 sein, damit wir dann Ende des Jahres mit einem improvisierten Betrieb an das Netz gehen können", erklärte Zimmermann den geplanten Ablauf der Arbeiten. Nach Abschluss der Baumaßnahmen sollen am Terminal jährlich 200 000 Container umgeschlagen werden können. Derzeit liegt das Limit noch bei 128 000 Containern pro Jahr.
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