"Das Konzept ist solide"

Lokales
Reuth bei Erbendorf
09.05.2015
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Der Abbau von Schulden ist das Gebot der Stunde in Reuth. Mit rund 1,65 Millionen Euro stand die Gemeinde zu Jahresbeginn in der Kreise. 1,5 Millionen sind das Ziel.

Dies war eine der wichtigsten Feststellungen bei der Vorlage des Zahlenwerks, für das Kämmerer Bernhard Frummet verantwortlich zeichnet. Basierend auch auf den erwarteten staatlichen Zuweisungen kann der Haushalt 2015 ausgeglichen werden. Trotz eines beachtlichen Maßnahmenkataloges ist keine weitere Kreditaufnahme nötig.

1260 Euro pro Kopf

Der Ausgleich des Vermögenshaushalt wurde durch die Zuführung von 180 286 Euro vom Verwaltungshaushalt möglich. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt voraussichtlich zum 31. Dezember 2015 bei 1196 Einwohnern auf 1260,78 Euro (Vorjahr: 1371,15), die Gesamtverschuldung von 1 639 898 Euro auf 1 507 898 Euro. Das Gesamtvolumen des einstimmig verabschiedeten Haushalts umfasst in Einnahmen und Ausgaben 2 154 893 Euro, wobei der Verwaltungshaushalt 448 000 Euro ausmacht.

Nach 6,54 Prozent im Vorjahr beträgt der Anteil der Personalkosten heuer nur noch 5,91 Prozent am Gesamthaushalt. Einhellig lobten Bürgermeister Werner Prucker und die drei Fraktionssprecher die Anstrengungen des Kämmerers und des Finanzausschusses. "Die vom Staat zur Gewährung der Stabilisierungshilfe geforderten Konsolidierungsbemühungen wurden voll umgesetzt und zeigen dementsprechend deutlich ihre Spuren", bekräftigte Prucker. "Wir sind auf einem guten Weg, das Konzept ist solide und lässt uns dennoch etwas Luft zum Schnaufen."

Die Steuerhebesätze betragen bei der Grundsteuer A und B und der Gewerbesteuer jeweils 350 Prozentpunkte, die Wassergebühren sind mit 1,30 Euro/cbm und die Abwassergebühren mit 2,50 Euro/cbm festgesetzt.

Das Vermögen der Gemeinde wird sich unter der Einbeziehung aller bebauten und unbebauten Grundstücke, der kostenrechnenden Maßnahmen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, der beweglichen Werte und der Rücklagen (176 000 Euro) bei 4 907 000 Euro bewegen, etwa 220 000 Euro weniger als zum Jahresbeginn.

Steuerkraft steigt

Die Steuerkraft je Einwohner übersteigt nach 289,97 Euro im Vorjahr mit 309,31 Euro erstmals die 300 Euro-Marke. Auf der Ausgabenseite im Vermögenshaushalt sind neben dem Schuldendienst Tilgung (75 000 Euro) die Vorhaben Planungskosten für das Gewerbegebiet Premenreuth (20 000Euro), für den Straßenbau Rechenlohe und für die eventuelle P+R-Fläche am Bahnhof Reuth (70 000 Euro), für die laufende Zahlung Kanal Waldstraße/Vogelweg (19 500 Euro), Oberflächenentwässerung Reuth (75 000 Euro), Kläranlagenbau (50 000 Euro) und Breitbandausbau (50 000 Euro), sowie eine Rückstellung von 30 000 Euro für die Neubeschaffung eines Löschfahrzeuges für die Premenreuther Feuerwehr berücksichtigt.

Die größten Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt sind Personalausgaben mit 127 420 bei der Gemeinde und 260 000 Euro im Kindergarten), Kreisumlage 391 820 Euro, VG-Umlage 180 000 Euro sowie der Schuldendienst mit 70 000 Euro. Wichtige Einnahmen sind Wassergebühren 70 000 Euro, Abwasser 115 000 Euro, Gewerbesteuer 100 000 Euro, Einkommensteuer 372 520 Euro und Schlüsselzuweisung 584 672 Euro.

Die Investitionspauschale beläuft sich auf 152 438 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt schlägt mit 180 286 zu Buche (Im Vorjahr: 117 138).
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