Gemeinderat konkretisiert Planungen für Gewerbegebiet in Premenreuth - Lob für "Menzl-Sanierung"
Erster Schritt zur Entwicklung

Lokales
Reuth bei Erbendorf
04.04.2015
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Weil in der aktuellen Entwässerungssatzung einige fragliche Punkte verankert sind, also eine absolute Rechtssicherheit nicht mehr gewährleistet ist, beschloss der Gemeinderat den Erlass eines neuen Regelwerks. Alleine wegen der bevorstehenden Kläranlagensanierung sei es sinnvoll, sich an der Muster-Vorgabe des Gemeindetages zu orientieren, argumentierte Bürgermeister Werner Prucker.

Ziel sei es, in einer der nächsten beiden Sitzungen die Gebührensatzung zu beschließen, damit die Gemeinde nach Einhaltung aller Fristen eventuell vor Jahresende die erste Abschlagszahlung für den Kläranlagenbau einheben könnte. Die neue Satzung kann im Rathaus in Krummennaab oder in Kürze auf der Internetseite der Gemeinde als PDF-Datei eingesehen werden.

Bedingt durch gesetzliche Vorgaben wurde die Gemeinde zur Erstellung eines Kanalkatasters verpflichtet. Um Angebote für die Ingenieurleistungen einholen zu können, wurde ein einheitliches Leistungsverzeichnis erstellt, in welches die entsprechenden Parameter der Gemeinden und der Verwaltungsgemeinschaft eingetragen wurden. Sechs regionale Firmen hatten ein Angebot abgeliefert.

Knapp 40 000 Euro

Als wirtschaftlichsten Bieter erteilten die Gemeinderäte schließlich der Bewerbergemeinschaft Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner/Ingenieurvermessung Galileo-IP in Erbendorf den Auftrag. Die Angebotssumme beträgt 39 564,53 Euro. Die Beauftragung erfolgte auf einen über drei Jahre verteilten Zeitraum, so dass also jährlich mit etwa 13 000 Euro im Haushalt kalkuliert werden kann.

Um hinsichtlich des geplanten Gewerbegebiets in Premenreuth den Anforderungen der Behörden in Punkto Flächennutzung und Bebauung zu entsprechen, beauftragte die Gemeinde das Landschafts-Architektenbüro Bartsch mit Entwürfen. Bei der Sitzung lagen dem Gremium zwei mögliche Varianten vor, wobei die erste Ausarbeitung auf Anhieb Gefallen fand, während der zweite, mit einem Wendehammer konzipierte Entwurf als weniger sinnvoll erachtet wurde. Danach würden der durch die Firma Mack angemeldete Erstbedarf des Gebiets über den Dammweg erreichbar sein und bei Erweiterungsbedarf zwei im hinteren Bereich verbundene Stichstraßen über die Kreisstraße TIR 36 in die Gewerbeflächen führen. Letzteres würde zwar mit erschlossen, aber bis zu einer Bebauung weiter landwirtschaftlich genutzt werden können.

Der Gemeinderat beauftragte das in Neutraubling ansässige Büro, die erste Variante zu verfolgen und die weiteren Schritte einzuleiten. "Wenn wir den ersten Schritt nicht machen und einem jungen Unternehmer die Chance zur Ortsansässigkeit verwehren, kann auch keine weitere Entwicklung folgen", kommentierte das Kollegium sein einstimmiges Votum. Im Zuge der Auflassung und Sperrung des Bahnübergangs bei Rechenlohe zum 1. August dieses Jahres hat die DB Netz AG formell bestätigt, dass sie vereinbarungsgemäß die Planungs- und Rückbaukosten sowie eventuell anfallende Umweg-Entschädigungen, die mit dem Rückbau im Zusammenhang stehen, übernimmt. Die Auflassung tritt zum 1. August in Kraft.

Besseres Erscheinungsbild

Grünes Licht signalisierte das Gremium Christian Schwarzbauer, der einen Anbau an sein Wohnhaus in Reuth, Wilhelm-Zeitler-Straße 16, plant. Ihr Einvernehmen stellten die Räte auch Ralf Frummet in Aussicht, der in einer Bauvoranfrage die Absicht der Sanierung des Anwesens in Josefshof 16 (ehemaliges Menzl-Anwesen) mitteilte. Der übereinstimmende Tenor:

"Respekt vor jungen Leuten, die solche Projekte kaufen und einer sinnvollen Nutzung zuführen. Die Beseitigung des Schandflecks würde das Erscheinungsbild mit Sicherheit aufwerten."
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