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Lokales
Reuth bei Erbendorf
16.03.2015
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Wer am Sonntag zur Frühschoppenzeit die Halle der Schlossbrauerei als Ziel hatte, musste sich mit Sicherheit nicht langweilen, nicht hungern und nicht dürsten. Ein Stand mit Flyern, Unterschriftslisten, Buttons und Plakaten bot zudem die Möglichkeit, sich Hintergrundwissen anzueignen.

Jugendliche Aktivisten trugen in einem Leichenzug einen Erdbohrer symbolisch zu Grabe. Feierlich, aber ohne Bedauern, stießen die Anwesenden am Ende der Beerdigungszeremonie nicht mit Sekt, sondern mit reinem Trinkwasser an. Lukas Garbe unterhielt mit einer kabarettistischen Rede. Darin führte der Beauftragte für Reaktorsicherheit aus, dass sich die Oberpfalz glücklich schätzen könne, für Probebohrungen ausgewählt worden zu sein. "Und das mit dem Reinheitsgebot kriegen wir auch noch hin". Drei Jugendliche trugen ein Gedicht vor und resümierten "die Gier bleibt immer unersättlich".

Die Interkulturelle Tanzgruppe der Jugendgruppe des Bundes Naturschutz unterhielt in farbenprächtigen Gewändern zu orientalischer Musik und animierte die Gäste zum Mitklatschen. Kurt Heine brachte mit seinem Fracking-Gstanzl und dem Akkordeon das Publikum zum Lachen und Nachdenken. "Der Rapper rappt, der Fracker neppt", sang er, um dann ein "b'scheisst di, du Depp" folgen zu lassen.

Während der gesamten Veranstaltung war die Gratis-Verköstigung sichergestellt: Getränke, Brezen, Obatzer, Schnittchen, Gemüsesticks und mehr sorgten für das leibliche Wohl.
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