Josef Zölch: Barrierefreiheit "halbherzig" umgesetzt - Gretsch neuer CSU-Kassier
Für Bahnhof sinnvolle Lösung

Mit einem gestärkten Team will Josef Zölch (links) die Basisarbeit im CSU-Ortsverband forcieren. Neben dem wiedergewählten Vorsitzenden Josef Zölch gehören (von links) Bernhard Adam, Josef Zacharias, Johann Käß, Helmut-Stefan Neugirg, Josef Selch, Franz-Josef Gretsch, Christine Galbakioti, Marcus Bihler, Maria Roderer, Wilhelm Rupprecht und Alfons Roderer der Führungsriege an. Bild: ang
Lokales
Reuth bei Erbendorf
27.03.2015
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Warnende Worte sprach Josef Zölch in der CSU-Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende registriert ein zunehmend politisches Desinteresse, das sich "auch negativ auf den Mitgliederstand und das ehrenamtliche Engagement an der Basis unseres Ortsverbandes auswirkt". Zudem habe der Tod Karl Rupprecht und Josef Hasenfürter aus den eigenen Reihen gerissen.

Bei den Neuwahlen gab es eine personelle Veränderung. Der langjährige Kassier Alfons Roderer hatte sein Amt zur Verfügung gestellt. Ihn ersetzt Franz-Josef Gretsch. Vorsitzender bleibt Alt-Bürgermeister Josef Zölch, seine Stellvertreter sind wieder Wilhelm Rupprecht und Josef Selch. Schriftführer ist Helmut-Stefan Neugirg. Das Beisitzergremium bilden Marcus Bihler, Maria Roder, Christine Galbakioti und Alfons Roderer, als Delegierte fahren Josef Zölch und Herbert Schlittenbauer (Ersatz: Marcus Bihler, Christine Galbakioti) zur Kreisversammlung.

In seinem letzten Finanzbericht bekräftigte Alfons Roderer, dass das permanente Abschmelzen des Kassenbestandes eine Folge der erhöhten Abführung an den Kreisverband sei. Sofern dieses Defizit nicht durch Spenden oder Erlösen aus Veranstaltungen kompensiert werden könne, sei eine "maßvolle Anhebung" der Mitgliedsbeiträge unumgänglich.

Auslassung unumgänglich

Einen kurzen Abriss auf die wichtigsten Projekte innerhalb der Gemeinde und auf VG-Ebene gab Josef Zölch, wobei der zügig voranschreitende Ausbau des schnellen Internets für die Attraktivität der Gemeinde äußerst positiv sei. Während die Auflassung des Bahnübergangs bei Rechenlohe aus finanzieller Sicht unumgänglich sei, bezeichnete er die "Barrierefreimachung" des Bahnhofs als halbherzige Lösung der Bahn, die schließlich für den barrierefreien Zugang zu den Gleisen den formellen Auftrag hätte. "Wenn aber Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollatoren oder gar im Rollstuhl erst nach Bezwingung zweier Treppentürme das Gleis 2 erreichen oder verlassen können, hat die Bahn diese Verpflichtung verfehlt", urteilte Zölch. Weil die Gemeinde dies finanziell nicht schultern kann, sollte eine sinnvolleren Lösung gesucht werden.

"Was lange währt, wird endlich gut", dachte man hinsichtlich der Generalsanierung der Kläranlage. Der Vorsitzende berichtete, dass es infolge erneuter Überlegungen und Einwürfe des anvisierten Partners, der Gemeinde Friedenfels, immer wieder zu neuen Problemen und Verzögerungen komme. Nun sollen endlich "Nägel mit Köpfen" gemacht werden, um unausweichlichen Konfrontationen mit den Genehmigungsbehörden oder gar finanziellen Einbußen zu entgehen.

Endlich konkrete Pläne

"Jetzt muss endlich in die konkrete Vertrags- und Planungsphase eingetreten werden", betonte Zölch, sonst gehe das ganze Vorhaben, die Anlage im Dreierverbund auf- und umzubauen "den Bach runter". Mit Absprachen zu Veranstaltungsterminen und Vorschlägen zu internen Veränderungen und dem Ansinnen, verstärkt jüngere Jahrgänge für den Ortsverband zu gewinnen, schloss die Versammlung.
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