"Kinder müssen es uns wert sein"

Lokales
Reuth bei Erbendorf
14.07.2015
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Ein neuer Geräteschuppen für die Feuerwehr, eine neue Asphaltschicht am Käßberg und die Sanierung von Flurwegen. Mit dieser bunten Mischung beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Unstimmigkeiten gibt es mit der Gemeinde Krummennaab - Grund war das Ferienprogramm.

Zustimmung seitens des Gemeinderat erhielt die Röthenbacher Feuerwehr zur Errichtung eines Geräteschuppens. Bürgermeister Werner Prucker und die drei Fraktionssprecher zeigten sich einig, dass die Verantwortlichen der Wehr eine Version wählen sollen, die sich ins Gesamtbild des Feuerwehrhauses einfügt.

Gemeinderat Albert Bader gab als Kassier der Wehr einen Überblick über Gestaltung und Maße. "Die Feuerwehr braucht diesen zusätzlichen Unterstellraum für Gartengeräte, Grillgerätschaften, Sitzgarnituren und etliches mehr, weil dies bislang alles im Keller und sogar in der Stellhalle gelagert werden muss", betonte Bader. Weil sich der Zuständigkeitsbereich der Wehr mehr oder minder auf den benachbarten Dorfplatz bezieht, fand das Vorhaben im Gremium einstimmige Befürwortung, zumal eine Absprache mit den Anliegern einvernehmlich erfolgt sei. Die Finanzierung erfolge über Eigenmittel und Spenden.

Arbeiten beginnen im August

Für Asphaltierungsmaßnahmen am Käßberg vergab der Gemeinderat den Auftrag an die Firma Strabag (Wackersdorf) als billigsten Bieter. Im Angebotspreis von 11 200 Euro ist das Asphaltieren der Einmündung in der Premenreuther Ringstraße beinhaltet. Nach Auskunft der Firma sollen die Arbeiten im August beginnen.

Weil in diesem Zuge der Austausch einiger Wasserschieber sinnvoll erscheint, kamen die Räte überein, dies im Zuge der Arbeiten mitzuerledigen. SPD-Sprecherin Edeltraud Frank wertete die Maßnahme als Aufwertung der Ortsbilder. Zustimmung fand der Antrag der Jagdgenossenschaft für Sanierungsmaßnahmen verschiedener Flurwege auf einer Gesamtlänge von etwa 1700 Metern. Die Jagdgenossen hatten dafür bereits ein Angebot der Firma Schreyer (Ebnath) eingeholt und sich für die Übernahme der Materialkosten für die benötigten 300 Tonnen Frostschutz und Mineralgemisch bereiterklärt, sofern die Gemeinde Arbeitskosten von 3900 Euro übernehme.

Hierzu äußerten sich die Fraktionssprecher übereinstimmend positiv. Dass die Abwicklung der Maßnahme in die Hände einer Baufirma gelegt wird, befürworteten Prucker und das gesamtes Gremium. Flickwerk würde langfristig weit höhere Kosten verursachen, wie diverse Maßnahmen in der Vergangenheit gezeigt hätten.

Energieausweis erstellen

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss die Gemeinde für ihr Mehrzweckgebäude einen Energieausweis erstellen lassen. Drei dafür berechtigte regionale Firmen wurden angeschrieben, den Zuschlag erhielt die Ibewert aus Tröstau, die mit 238 Euro am günstigsten war.

Bezüglich des Ferienprogramms merkte Gemeinderat Helmut-Stefan Neugirg im Namen seiner Schwester Barbara, Jugendbeauftragte der Gemeinde, an, dass es wegen der drei von ihr organisierten Ausflugsfahrten zu Irritationen komme. Bislang habe es in dieser Hinsicht keinerlei Probleme gegeben, da Erbendorf im Verkehrsamt alle Anmeldungen koordiniert, die Omnibusse gestellt und meist Ex-Bürgermeister Josef Zölch kostenlos chauffierte. Nachdem Letzterer im Vorjahr aus gesundheitlichen Gründen ausfiel, wurden die Fahrerkosten anteilsmäßig nach Kindern auf die Gemeinden Reuth und Krummennaab umgelegt. Eigentlich kleine Beträge, doch Krummennaabs Bürgermeister machte Neugirg klar, dass er dies, aus für die Gemeinderäte weniger verständlichen Gründen, künftig nicht mehr leisten könne.

Das Gremium beschloss,dass "die Kinder uns diese Ausgaben wert sein müssen". Die Unterstützung der Reuther Teilnehmer solle weiterhin gesichert werden. Weil Zölch in Aussicht stellte, dass er heuer für die eine oder andere Fahrt wieder zur Verfügung steht, könnte sich für Reuth kostenmäßig wenig ändern.
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