Protest gegen Lärm

Sollte es zum Ausbau der Bahnstrecke Marktredwitz-Regensburg kommen, könnten täglich bis zu 100 Güterzüge am Bahnhof Reuth vorbeirauschen. Bild: ang
Lokales
Reuth bei Erbendorf
24.11.2015
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Bis zu 100 Güterzüge rattern durch Reuth: Beim möglichen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Marktredwitz und Regensburg zeichnet Bürgermeister Werner Prucker ein Schreckensszenario. Bemühungen und Proteste müssten sich für einen Lärmschutz aussprechen.

"Es geht nicht darum, einen eventuellen Ausbau zu verhindern, sondern, dass dieser von entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen begleitet wird", forderte Prucker in der Bürgerversammlung in Bezug auf die mögliche Elektrifizierung der Bahnstrecke. Wenn es auch nach wie vor keinen neuen Bundesverkehrswegeplan gebe - die Erstellung ist für 2016 angekündigt - , so rechne er persönlich fest damit, dass die Bahn die vorhandene Streckenführung zum Gütertransport in der Nordsüdachse nutzen werde. Lärmschutzmaßnahmen werde es nur geben, wenn der Ausbau der Strecke als "weitreichender Eingriff" gelte. Schließlich sei es ein gewaltiger Unterschied, ob täglich 8 oder 10 Güterzüge oder in zehn Jahren bis zu 100 schwere Schienentransporte durch Reuth rattern, der Großteil davon wahrscheinlich noch dazu zu nächtlicher Stunde.

Breitband kommt zügig

Ein weiterer Punkt war der Breitbandausbau, der nach Aussage von Prucker zügig voranschreitet. Anfang August erfolgte bereits die Freischaltung der Telekom. Im September wurde dazu eine weitere Runde angestoßen, um baldmöglichst auch die übrigen Gemeindeteile wie Eiglasdorf mit dem schnellen Internet versorgen zu können. Mit dem Breitbandausbau ergab sich in Reuth die Gelegenheit, ein schon seit Jahren vordringliches Problem günstig zu beseitigen: die Reduzierung des Eintrags an Grund- und Niederschlagswasser in die Kanalisation im Bereich des Anwesens Schedl. Weil sich auch das Bayernwerk durch Erdverkabelungsarbeiten in diesem Bereich der Maßnahme anschloss, war es die kostengünstigste Lösung, sagte Prucker.

Neues Gewerbegebiet

Auch das 2,8 Hektar umfassende Gewerbegebiet in Premenreuth wächst rasch. Nachdem Ende 2014 eine ortsansässige Firma mit der Absicht, in der Gemeinde zu bleiben, den Bedarf eine Gewerbefläche angemeldet hatte, reagierte der Gemeinderat schnell. Die Fläche zwischen dem Beckenweiher und der B 299 sei ideal, auch weil sie von Landwirt und Gemeinderat Josef Selch unproblematisch zur Verfügung gestellt wurde. Zurzeit liege der Bebauungsplan aus, und wenn es keine weiteren Einwände gibt, könnte der Gemeinderat den Bauplan festsetzen. (Im Blickpunkt)
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