Übergang auf Abstellgleis

Lokales
Reuth bei Erbendorf
08.10.2014
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Wenn es nach der Bahn geht, hat der Gleisübergang bei Rechenlohe keine Zukunft. Um die Schließung zu beschleunigen, machte das Unternehmen der Gemeinde Reuth nun ein Angebot.

Die Deutsche Bahn hatte Dietmar Schieder in den Gemeinderat geschickt, um den Räten ein Angebot in Sachen Bahnübergang bei Rechenlohe zu unterbreiten. Nehmen es die Räte an, wäre es das Ende für diese Möglichkeit, die Gleise zu überqueren.

Die Bahn möchte den Übergang in seiner bisherigen Form entfernen, um die Anbindung nach Nürnberg zu verbessern. Derzeit komme die Vogtlandbahn in der Regel drei Minuten zu spät für den Anschlusszug in Weiden an, erklärte Schieder. Ersetzen könne den Übergang eine Brücke, für diese müsste allerdings die Gemeinde zumindest einen Teil der Kosten tragen. Schieder stellte drei Bauvarianten vor, alle würden über eine Million Euro kosten.

Eine Alternative wäre, den Übergang ganz zu schließen. Weil die Zulassung für die derzeitige Sicherungsanlage bald auslaufe, müsse sich die Kommune ohnehin Gedanken machen. Wenn die Gemeinde einer raschen Schließung zustimme, würde die Bahn dafür alle Kosten übernehmen.

Die Räte waren nicht begeistert, von "Knebelung" war die Rede. Wegen der schwachen Frequentierung von unter 50 Fahrzeugen pro Woche erscheinen mindestens 150 000 Euro Gemeindeanteil für eine Brücke allerdings kaum tragbar. Auch Baron von Gemmingen-Hornberg möchte sich nicht mit an den Kosten für einen Brückenbau beteiligen.
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