Vernunft hat Vorfahrt

Lokales
Reuth bei Erbendorf
12.11.2014
0
0

Eine "Tempo-30-Zone" kann nicht ohne weiteres eingerichtet werden. Das erfuhren die Eheleute Beyer, die dies für die Falkenberger Straße forderten. Statt Verkehrszeichen ist nun die Vernunft der Autofahrer gefragt.

Das schon zur Septembersitzung dem Gemeinderat vorgelegte Schreiben der Familie Beyer wegen der Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Falkenberger Straße wurde an die Polizeiinspektion Kemnath weitergeleitet. Deren Stellungnahme lag in der jüngsten Sitzung vor.

Daraus geht unmissverständlich hervor, dass es sich bei der Falkenberger Straße um eine Vorfahrtsstraße handelt. Die Straßenverkehrsordnung bestimme, dass sich die Anordnung einer "Zone 30" weder auf Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Staats- und Kreisstraßen), noch auf weitere Vorfahrtsstraßen erstrecken darf, war der offizielle Wortlaut.

Am 13. Oktober habe die Polizeiinspektion Kemnath zudem eine Lasermessung in dem genannten Bereich durchgeführt und weder ein verhältnismäßig hohes Verkehrsaufkommen noch eine stetig überhöhte Geschwindigkeit ortsansässiger Fahrer feststellen können, teilte die Dienststelle mit. Wie in allen anderen Gemeinde- und Ortsteilen sei an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer zu appellieren. "Was helfen Schilder und Verordnungen, wenn die dazu nötige Überwachung oft schon wegen personeller Probleme fehlt", meinte Gemeinderat Albert Bader.

Mit Beginn des kommenden Jahres tritt die einstimmig abgesegnete Satzung für die Hundesteuer in Kraft. Schon in einer vorhergegangenen Sitzung hatten sich die Räte auf 30 Euro für den ersten, 40 Euro für den zweiten und 60 Euro für jeden weiteren Hund geeinigt.

Mit der Zustimmung aller Gemeinderäte wurde der Entwässerungskanal, der die Abwässer der Ortschaften Bernstein, Premenreuth und Teilen von Reuth abtransportiert, zum 1. Dezember dieses Jahres unentgeltlich an die Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab übertragen. 1425 laufende Rohrmeter umfasst der betreffende Kanalstrang vom Schacht in Premenreuth bis zum Sammelschacht in Reuth.

Wegen der anstehenden Kläranlage-Ertüchtigung mit der geplanten Gründung eines Kommunal-Unternehmens sei es sinnvoll, wie seitens der Nachbargemeinde Krummennaab schon gemacht, alle gemeindeübergreifenden Entwässerungen in einen Topf zu bringen, meinte der Bürgermeister unter Beipflichtung der Fraktionssprecher. Eigentlich hätte dies damals schon geschehen sollen, als die Abwässer von Bernstein aufgenommen wurden, weil der Kanal dadurch einen anderen Charakter erhalten hätte, fügte CSU-Sprecher Josef Zölch an.

Eher Formsache war die Widmung der neuen öffentlichen Wege im Baugebiet "Beckenacker II", damit diese zu "öffentlichen Verkehrsflächen" werden. Betroffen sind die Verlängerung der Waldstraße bis zur Einmündung in den Vogelweg, die beiden Anschlüsse Fichtenweg und Lärchenweg samt Wendehämmer sowie der Weg zum Regenüberlaufsammler.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.