Verteuerung vertretbar

Lokales
Reuth bei Erbendorf
19.12.2014
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Der Preis für das kostbare Nass steigt. Fünf Cent kostet der Kubikmeter ab Januar mehr. Die Abwasserabgabe hingegen könnte eigentlich gesenkt werden. Aber das halten die Gemeinderäte angesichts des anstehenden Kläranlagenbaus nicht für sinnvoll.

Einstimmig gab der Gemeinderat die Erhöhung des Bezugspreises durch die Steinwaldgruppe an den Verbraucher weiter. Nachdem die Neukalkulation mit 1,29 Euro eine Deckungsgleichheit aufwies, waren sich die drei Fraktionssprecher einig, dass 1,30 Euro (bislang 1,25 Euro) als künftige Abgabegebühr vertretbar seien. Bei der derzeitigen Abwassergebühr von 2,50 Euro liege man kalkulatorisch sogar noch einige Cent über dem Ansatz. Aber aufgrund der Bildung von Rückstellungen für den anstehenden Kläranlagenbau kam das Gremium überein, den Gebührenbetrag zu belassen. "Die Bürger würden wahrscheinlich wenig Verständnis aufbringen, wenn wir jetzt die Gebühr leicht senkten, um sie nach Jahresfrist in einem größeren Schritt wieder anheben zu müssen", argumentierte CSU-Fraktionssprecher Josef Zölch unter Zustimmung der Ratsmitglieder und des Bürgermeisters.

Neuberechnung steht an

Bevor der Bau der neuen Kläranlage starten kann, sind noch einige Aufgaben zu erledigen. Eine davon ist die Neuberechnung der Mischwasserbehandlungsanlagen, welche für die Ermittlung der Größendimensionierung der Anlagen und zur Erlangung einer neuen wasserrechtlichen Erlaubnis zwingend erforderlich ist. Die Gemeinderäte beauftragten damit das Ingenieurbüro Zwick, das für die Berechnung des Regenüberlaufs der Ortschaften Röthenbach/Escheldorf/Letten sowie des Pumpwerks in Josefshof ein Angebot in Höhe von 7488,67 Euro vorlegte. Weil dem genannten Planungsbüro auch die Gesamtbetreuung des Kläranlagenbaus obliegt, war sich das Gremium einig, dass es bei der Beauftragung eines weiteren Büros leicht zu Abstimmungsschwierigkeiten kommen könnte, was meist mit Mehrkosten und unliebsamen Zeitverschiebungen verbunden sei.

Zum beabsichtigten Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Escheldorf nach Rechenlohe lagen den Gemeinderäten zwei vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) vorgeschlagene Varianten auf dem Tisch. Alle Ratsmitglieder und Bürgermeister Werner Prucker waren sich einig, dass ein Ausbau mit der derzeitigen Fahrbahnbreite von drei Metern durchaus genüge. Die Eigenbeteiligung der Gemeinde würde dafür bei einer Zweidrittel-ALE-Förderung 128 500 Euro betragen.

Teure Verbreiterung

Bei einer Verbreiterung um einen halben Meter würden alleine für die Vermessung und den Grunderwerb nicht förderfähige 25 000 Euro Zusatzkosten anfallen, der Gemeindeanteil läge hier bei 184 750 Euro. "Lieber die Haupteinfahrten etwas verbreitern und einige Ausweichmöglichkeiten schaffen, ist für diese relativ wenig frequentierte Straße sinnvoll", kommentierten die Fraktionssprecher die Entscheidung, die umgehend an das Amt in Tirschenreuth weitergeleitet wird.
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