Genossen der SPD halten eisern zusammen
Nach links anschieben

Ehrungen und Wahlen zur Bezirkskonferenz standen bei der SPD auf der Tagesordnung. Im Bild: (von links) Kreisvorsitzender Rainer Fischer, Andrea Horn, Bernhard Hösl, Gerlinde Schiener, Raimund König, Anni Hasenfürter und Ortsvorsitzende Karin Neugirg. Bild: ang
Politik
Reuth bei Erbendorf
07.06.2016
86
0

Die SPD hat in der Tat schon einfachere Zeiten erlebt. Beim Ortsverein Reuth/Premenreuth halten die Genossen dennoch eisern zusammen.

Reuth/Premenreuth. Wenn auch die Genossen mit der derzeitigen Situation innerhalb der Parteispitze und dem Auftreten ihrer Politiker alles andere als zufrieden sind, so zeigte die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins, dass der harte Basis-Kern sich trotz des angestauten Frusts den Herausforderungen stellt. Kreisvorsitzender Rainer Fischer meinte dazu, dass sowohl er als auch die Ortsgruppierungen wieder bereit seien, den Wahlkampf mitzutragen. Voraussetzung müsse allerdings sein, dass die Sozialdemokraten wieder als solche erkennbar sind.

"Die SPD muss sich mit einer klaren Wahlaussage wieder zur Arbeiterpartei bekennen und lieber ein paar Jahre in der Opposition ihre Aufgaben erfüllen, als ihre Linie für einige Ministerposten aufzugeben", bekräftigte der Redner. Er gehe davon aus, dass Uli Grötsch auf Bezirksebene zwar wieder für die Bundestagswahl nominiert werde, ein Selbstläufer werde der gute Oberpfälzer Listenplatz aber keinesfalls.

Gutes Miteinander


Unter Fischers Aufsicht wählten die Reuther Genossen Raimund König zum Delegierten für die Nominierungskonferenz, Andrea Horn zu dessen Stellvertreterin. In sachlichem Rahmen gab der Kreisvorsitzende den Versammlungsteilnehmern einen kurzen Umriss zur Kreispolitik, wobei er der konstruktiveren Zusammenarbeit der Fraktionen einen positiven Aspekt einräumte. "Wo in den zurückliegenden Jahren noch um Zehntelprozentpunkte unsinnig debattiert und gestritten wurde, hat sich in der heutigen Kreistagszusammensetzung stärker die Erkenntnis zum sinnvollen Miteinander festgesetzt", betonte Fischer.

SPD-Ortsvorsitzende Karin Neugirg gab den Genossen einen Abriss der vielfältigen Aktivitäten im Ortsverein, welche in erster Linie von der aktiven Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und den Jungsozialisten (Juso) entscheidend mitgestaltet werden.

Sie, ihr Stellvertreter Bernhard Hösl und weitere Vorstandsmitglieder waren während des vergangenen Jahres zu zahlreichen politischen und sozialen Bildungsseminaren und Diskussionsveranstaltungen mit den Mandatsträgern regional und auf Bezirksebene unterwegs. Ausdrücklich betonte die Chefin, dass sich die starken Reuther Delegationen bei allen Veranstaltungen sehen lassen konnten. Aus dem gesellschaftlichen Geschehen im Ortsverein strich Neugirg die Mithilfe beim Bürgerfest, den Busausflug mit Besuch des Museums zur deutsch-deutschen Geschichte in Mödlareuth und das traditionelle Kartoffelfeuer besonders heraus. Neugirg bedankte sich bei allen Mitstreitern und ermunterte zur weiteren Geschlossenheit.

Edeltraud Frank unterrichtete als AsF-Ortsvorsitzende die Versammlungsteilnehmer über die Geschehnisse beim Frauenbündnis. Ebenso gab sie als SPD-Fraktionssprecherin einen kurzen Überblick über aktuell anstehende Themen innerhalb der Gemeinde. Für ihren Bericht über die Arbeit der Jungsozialisten, die in beachtenswerter Weise sowohl den SPD-Ortsverein als auch die AsF bei fast allen Aktionen unterstützen, erntete Juso-Leiterin Theresa Riedl reichlich Zustimmung.

Trauer um Karl Höcht


Zum Abschluss standen Ehrungen an. In diesem Zusammenhang betrauerte die Vorsitzende in besonderer Weise das Ableben von Ehrenmitglied Karl Höcht aus Reuth. Noch im Frühjahr konnte die Spitze des Ortsvereins dem roten Urgestein zum 85. Geburtstag gratulieren, am 14. Mai dann überraschend die Todenachricht. "Für die heutige Jahreshauptversammlung war schon die Urkunde vorbereitet, die Karl Höcht für seine 50-jährige Mitgliedschaft überreicht werden sollte", bedauerte Karin Neugirg.

Gesundheitlich bedingt konnte auch Reinhard Müller die Ehrung für 45 Jahre nicht persönlich entgegennehmen. Der Dank der Genossen galt des Weiteren Anni Hasenfürter, die 35 Jahre dem Ortsverein die Treue hält, sowie Barbara Neugirg und Karin Neugirg für 15 und Gerlinde Schiener für zehn Jahre.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.