Gesprächsrunde zur Bahnhofsgestaltung in Reuth
Schön und funktional

Eine Ansammlung von Fachleuten machte sich intensiv Gedanken zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Reuth bei Erbendorf. Bild: ang
Politik
Reuth bei Erbendorf
04.07.2016
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Eine erlesene Gesprächsrunde erörterte die vorgesehene Bahnhofsgestaltung. Der Haltestellenumbau beginnt definitiv am heutigen Montag.

Nun gehen sie los, die Bauarbeiten zum Umbau der Gleisanlagen und der Bahnsteige sowie der Bau des Übergangs für den künftigen "Bahnhaltepunkt Reuth". Dies bestätigte Walter Reichenberger, der für die Oberpfalz und Niederbayern zuständige Bezirksleiter der DB Stations&Service AG bei einer Zusammenkunft, bei der Vertreter aller zuständigen Stellen Möglichkeiten einer Bahnhofsvorplatzgestaltung erörterten. Im Reuther Gemeinderat herrscht eigentlich seit Bekanntwerden des Projekts die Meinung vor, dass das seitens der Bahn völlig verwahrloste Gelände einer ansehnlichen und funktionellen Auffrischung bedarf. Wie berichtet, gab die Gemeinde auch bereits einen Planentwurf in Auftrag, dessen Umsetzung in diesem Kostenumfang sie aber nicht alleine schultern kann.

Schon wegen der Grundstückspacht, ein Kauf kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, scheint eine baldige Realisierung noch in weiter Ferne. Der für die DB-Immobilien zuständige Bereichsleiter Ulrich Kaifler meinte zwar, die Bahn komme der Gemeinde in dieser Hinsicht großzügig entgegen, doch herrschte bei dem Treffen doch die allgemeine Meinung vor, dass die Bahn letztendlich der Nutznießer einer Bahnhofsaufwertung sei und deswegen in ihrem Interesse eigentlich den Grund eventuell sogar pachtfrei zur Verfügung stellen könnte. Bürgermeister Werner Prucker begrüßte neben Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und seinen Gemeinderatskollegen, die Vertreter des Landratsamtes und die Beauftragten der zuständigen Organe. Zunächst stellte Josef Wolf vom gleichnamigen Planungsbüro in Kemnath mit zwei Mitarbeitern der Runde den Entwurf seines Büros vor.

Begleitet von Kreisbaumeister Klaus Weig traten vor allem der für die angrenzenden Kreisstraße zuständige Tiefbau-Abteilungsleiter Heribert Hasenfürter, die Leiterin der unteren Naturschutzbehörde Claudia Fuchs und Doris Scharnagel-Lindinger als Vertreterin des Landkreisbehinderten-Beauftragten Reinhard Schön mit einer ganzen Reihe an Fragen und Verbesserungsanregungen an den Planer heran.

MdL Reiß, der die Gemeinde bei der Verhandlungen mit der Bahn und der Erschließung der Fördermöglichkeiten maßgeblich unterstützt, hörte sich die gesamte Erörterung sehr interessiert an, ebenso wie die Vertreter des staatlichen Bauamtes Sulzbach-Rosenberg Hauser und Nagengast. Inwieweit die Diskussionsrunde zu einem für die Gemeinde interessanten und finanziell machbaren Ziel führt, müssen die Verhandlungen in den nächsten Wochen oder besser Monaten ans Licht bringen.

Für das Erscheinungsbild der Gemeinde und dem sauberen Eindruck für die Bahnreisenden wäre die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in jedem Fall sehr dienlich.
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