Parkplatz für Berufspendler am Reuther Bahnhof

Im Bereich der ehemaligen Güterhalle soll das Zentrum der neuen "Bahnhaltestelle Reuth" mit einer Park-and-Ride-Anlage entstehen. Bild: ang
Politik
Reuth bei Erbendorf
14.12.2015
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Am Reuther Bahnhof soll ein Parkplatz für Berufspendler entstehen. Der Gemeinderat hat die Planung in Auftrag gegeben, allerdings laufen mit der Bahn noch die Verhandlungen über die benötigte Fläche.

In ihrer Jahresabschlusssitzung brachten die Gemeinderäte die Zukunft des Bahnhofs auf den Weg. Im Zuge des Umbaus der Bahnsteige möchte die Gemeinde für die Bahnreisenden an der "Haltestelle Reuth", wie der Bahnhof künftig heißen wird, eine saubere Fläche für Parkplätze schaffen. Auch eine Busstation soll an dieser Stelle ihren Platz finden.

Wie berichtet, will die Bahn hierfür das Areal in Höhe der früheren Güterhalle langfristig verpachten. Um an Fördermittel zu kommen, muss erst die Planung vorgelegt werden. Hier lagen den Räten einige Angebote vor, den Zuschlag erhielt die Ingenieur-Gesellschaft Wolf aus Kemnath.

"Bei der Pachtsumme differieren zwar die Vorstellungen der Bahn und Gemeinde noch, aber ich bin sicher, dass hier eine vernünftige Einigung erzielt wird", bemerkte Bürgermeister Werner Prucker. Die saubere Erhaltung des Bahnhaltepunkts Reuth sei ihm wichtig. Darin stimmte er mit seinen Gemeinderäten überein.

Am Kirchturm schlägt's dreizehnGeschlossen stimmten die Gemeinderäte dem Ansinnen der Kirchenverwaltung zu, die Hälfte der Kosten für die Elektrifizierung der Reuther Kirchturmuhr zu übernehmen. Aussetzer des Uhrwerks und falsche Läutzeiten sorgten in den letzten Monaten vermehrt für Beschwerden seitens der Bevölkerung.

Die Gemeinderäte waren von der Gesamtsumme des Angebots der Firma Turmuhren Nidermayer in Höhe von 6580,70 Euro einschließlich Steuer positiv überrascht. Allerdings lehnte die Bischöfliche Finanzkammer einen Zuschuss ab. Sie wies dabei auf die diözesanen Baurichtlinien hin, die Zuschüsse für Kirchturmuhren nicht vorsieht. Das Gremium war sich einig, dass die Maßnahme eine rentable Investition sei, die sich in jedem Fall rasch amortisieren wird, nicht zuletzt auch, weil das bisherige wöchentliche Aufziehen des mechanischen Uhrwerks durch Gemeindebedienstete wegfällt.

Einstimmig genehmigte das Gremium den von Andreas Schwohnke überarbeiteten Bedarfsplan für den Kindergarten für die Zeit vom September 2015 bis August 2018. Das nach den Richtlinien des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes erstellte Werk weist unter anderem aus, wie viele auswärtige Kinder das Kinderhaus Premenreuth besuchen und andererseits Kinder aus der Gemeinde in auswärtigen Einrichtungen untergebracht sind. Der gesamte Bedarfsplan ist auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

Die von der Rechnungsprüfungsstelle im Landratsamt vorgelegten Berichte und Feststellungen zu den Jahresrechnungen der Haushaltsjahre 2013 und 2014 wurden vom Gemeinderat anerkannt. Wichtigste Feststellung zu den Haushaltsüberschreitungen war, dass die überplan- und außerplanmäßigen Ausgaben als notwendig und unabweisbar erachtet und deshalb nachträglich genehmigt wurden und diese Mehrausgaben durch Einnahmen und Einsparungen gedeckt sind.

Den Zuschussanträgen der drei Sportvereine zur Unterstützung der Jugendarbeit stimmten die Räte in der bisherigen Form zu. Die Fraktionssprecher meinten, dass so viele Leute für die Jugendlichen tätig sind und obendrein der finanzielle Aufwand immer größer wird. Der TSV Reuth erhält demnach 1600 Euro, der Skiclub für den Tennisnachwuchs 800 Euro und die Eichenlaub-Schützen 500 Euro.

Für die Erstellung einer Objektplanung für die Wegebaumaßnahme Escheldorf - Rechenlohe stimmten die Gemeinderäte dem Vertragsabschluss mit dem Verband für ländliche Entwicklung zu. Als Termin für die bauliche Fertigstellung ist im Vertrag der 30. September 2016 vorgesehen.

"Aus der Schwangerschaft könnte nach langer Zeit doch noch ein Kind werden", kommentierten die Gemeinderäte die vom Naturpark Steinwald geplante einheitliche Beschilderung von Wanderwegen und stimmten der Teilnahme an dem Förderprogramm zu. Für die Gemeinden Reuth und Krummennaab hat die Verwaltung jeweils einen eigenen und einen gemeinsamen Wanderweg konzipiert, Gerhard Streibelt erläuterte anhand einer Skizze deren Routen. (ang)
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