Sportschießen
SG Thumsenreuth ein Bundesligist

Allen Grund zur Freude haben die Schützen der SG Thumsenreuth. Simon und Thomas Weiß, Wolfgang Schraml, Lukas Spachtholz, Horst Bauer, Sonja Weiß, Mannschaftsführer Karl Greger und Herbert Mattes (von links) schießen in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga. Bild: att
Sport
Reuth bei Erbendorf
02.02.2016
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Jubel bei den Luftpistolenschützen der SG Thumsenreuth: Beim Aufstiegsturnier in Pforzheim gelang der Sprung in die 1. Bundesliga.

Thumsenreuth. Erstmals seit Bestehen der Bundesliga hat es eine Mannschaft aus der Oberpfalz geschafft, sich mit der Luftpistole für die 1. Bundesliga Süd zu qualifizieren. Aber nicht nur die SG Thumsenreuth durfte sich in Pforzheim freuen. Mit dem Luftgewehr stiegen auch die Eichenlaubschützen aus Saltendorf in die höchste Wettkampfklasse auf. Der Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB), Franz Brunner, und die Vizepräsidentin, Herta Zeiler, waren extra angereist und von den Leistungen der Oberpfälzer Schützen begeistert.

Die vier besten Luftpistole-Mannschaften aus der 2. Bundesliga Süd und Süd-West hatten sich für die Relegation qualifiziert. Die Mannschaft der SG 1898 galt aufgrund der bisherigen Durchschnittsleistungen als Außenseiter. Doch angefeuert von rund 30 Schlachtenbummlern, an der Spitze Vorstand Heinz Kraus und Sportleiter Horst Bauer, zeigten die Thumsenreuther ihr Können,

Respekt verschafft


Gleich zu Beginn des ersten Wettkampfs verschaffte sich Lukas Spachtholz ordentlich Respekt mit einer Serie von 97 Ringen. Danach kam er auf 94, 88 und 94 Ringe, womit er insgesamt mit 373 Ringen ein gutes Gesamtergebnis aufwies. Sonja Weiß hatte ein schönes Trefferbild, doch zu den drei Achtern gesellten sich zu wenige Zehner auf der Anzeige. So blieb auch sie unter ihren Spitzenergebnissen mit 373 Ringen.

Thomas Weiß zeigte nach Durchhängern in den letzten Partien, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Die sieben Achter glich er mit 21 Zehner aus. Am Ende des ersten Durchgangs kam er auf 374 Ringe. Nationalkaderschütze Simon Weiß hatte mehrere internationale Wettkämpfe hinter sich. Auch bei ihm wollten zunächst keine Zehner fallen. Dennoch ging er mit anerkennenswerten 372 Ringen aus dem Wettkampf. Mannschaftsführer Karl Greger schoss unbeständig und beendete seinen Wettkampf mit 363 Ringen.

In der Zwischensumme lagen die Thumsenreuther Schützen mit 1855 Ringen deutlich vor den Erlanger Schützen mit 12 Ringen Vorsprung auf dem zweiten Platz. Nur die Schwaben aus Karnsberg-Murrhardt (Stuttgart) platzierten sich mit 1872 Ringen vor ihnen. Schlusslicht war Aalen mit 1806 Ringen.

Im zweiten Durchgang war die Anspannung bei den Thumsenreuthern spürbar. Lediglich Simon Weiß profitierte von seiner Wettkampferfahrung. Bei nur zwei Achtern setzte er 21 Zehner und 17 Neuner. Sein Gesamtergebnis: 379 Ringe (96/93/95/95). Für Lukas Spachtholz begann der zweite Durchgang recht hoffnungsvoll mit 94 Ringen, doch dann zeigte auch er Nervosität mit 88 Ringen in der zweiten Serie. Letztendlich schloss er den Durchgang mit 365 Ringen ab. Auch Thomas Weiß gelang es mit 364 Ringen nicht, an das Ergebnis des ersten Durchgangs anzuknüpfen. Pech hatte Sonja Weiß. In der zweiten Serie brach sie mit 86 Ringen ein. Doch dann zeigte die ehemalige Nationalkaderschützin Nervenstärke und setzte 91 und 94 Ringe (Gesamt 364) drauf. Mannschaftsführer Karl Greger ließ sich für die zweite Runde auswechseln. Für ihn trat Ersatzschütze Herbert Mattes an. Am Ende brachte er ebenfalls 364 Ringe zum Gesamtergebnis ein.

Vorsprung reicht


Die Thumsenreuther hatten somit 1836 Ringen vorzuweisen. Auch Erlangen, das nach den ersten beiden Serien des zweiten Durchgangs zeitweise mit 24 Ringen vor den Thumsenreuthern geführt hatte, erzielte am Ende lediglich 1836 Ringe. Den Thumsenreuthern reichte damit der Vorsprung aus dem ersten Durchgang für den zweiten Platz. Im Gesamtergebnis erzielten die Schützen aus Karnsberg-Murrhardt 3739, die SG Thumsenreuth 3691, die HSG Erlangen 3679 und Aalen-Nesslau 3622 Ringe.
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