Sportschießen
Thumsenreuth träumt vom Bundesliga-Aufsteig

Die Thumsenreuther Luftpistolenmannschaft belegt als Neuling in der 2. Bundesliga Süd den dritten Tabellenplatz. Damit ist sie berechtigt, in der Relegation um den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu kämpfen. Von links Simon Weiß, Lukas Spachtholz, Sonja Weiß, Thomas Weiß, Mannschaftsführer Karl Greger, Ersatzschütze Horst Bauer und der Fahrer des VG-Mobils, Horst Peraus. Bild: att
Sport
Reuth bei Erbendorf
14.01.2016
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Die 1. Bundesliga rückt für die Luftpistolenschützen der SG 1898 Thumsenreuth in greifbare Nähe. Der Traum kann wahr werden in der Relegation.

Thumsenreuth. Mit einem Sieg und einer Niederlage beschlossen die Thumsenreuther ihre erste Saison in der 2. Bundesliga Süd des Deutschen Schützenbundes. Mit Platz drei in der Abschlusstabelle gelang der Mannschaft als Neuling die Überraschung: Sie wird am 31. Januar in Pforzheim um den Aufstieg in die erste Bundesliga antreten.

Trotz eines Auf und Ab am letzten Wettkampftag in Bad Tölz gehören die Oberpfälzer zu den besten Mannschaften in Süddeutschland. Die beiden begehrten Aufstiegsplätze in die 1. Bundesliga werden unter den sechs qualifizierten Mannschaften nach zwei Wettkämpfen im "Summenmodus" vergeben. Das heißt: die Summe der erzielten Ergebnisse entscheidet über den Aufstieg. Vorsitzender Heinz Kraus hat für Schlachtenbummler bereits einen Bus geordert.

Erster Gegner in Bad Tölz waren die Schützen aus dem niederbayerischen Grund. Laut den Vorergebnissen war der Gegner als gleich stark einzustufen. Die hohe Anspannung spiegelte sich in unbeständigen Ergebnissen wieder. Ein herausgearbeiteter Vorsprung mit vielen Zehnern wurde durch mehrere Siebener und Achter wieder zunichte gemacht. Bei Simon Weiß wurde ein Treffer sogar als Sechs angezeigt. Er verlor auch seinen Wettkampf gegen Stefan Lipp mit 364:371-Ringen. Lukas Spachtholz erzielte ebenfalls 364 Ringe, sein Gegner Kai Höfl brachte es aber nur auf 358 Ringe. Beständig zeigte sich Sonja Weiß mit 370 Ringen. Damit ließ sie ihrem Gegner Andreas Weber (361 Ringe) keine Chance. Mannschaftsführer Karl Greger musste Federn lassen und verlor mit 363:368-Ringen. Thomas Weiß war total aus dem Rhythmus und erzielte nur 359 Ringe wie auch sein Gegner Hans Schwarzbauer. So musste ein Stechen entscheiden. Schwarzbauer schoss schnell und traf eine Acht. Bei Thomas Weiß wollte der Schuss nicht brechen und so gelang ihm lediglich eine Fünf. Damit gewannen die Niederbayern mit 3:2 die Mannschaftspunkte.

Im zweiten Wettkampf gegen Frohsinn Oberpfaffenhofen erzielte Simon Weiß wiederum 364 Ringe und musste sich gegen Nikolaus Koller (366) knapp geschlagen geben. Lukas Spachtholz und Sonja Weiß erreichten beide 370 Ringe und holten die Punkte nach Thumsenreuth. Karl Greger ging mit lediglich 358 Ringen vom Stand. Sein Gegner aber kämpfte noch mehr mit sich selbst und musste sich mit 353 Ringen geschlagen geben. Thomas Weiß hatte sich nach dem verlorenen Stechen auswechseln lassen. Sportleiter Horst Bauer trat erstmals als Ersatzschütze an und erzielte 360 Ringe. Damit holte er einen Punkt, da sein Gegner Martin Stoiber nur auf 358 Zähler kam. Damit gewannen die Thumsenreuther den Wettkampf gegen die Oberbayern mit 4:1.

In der Abschlusstabelle reiht sich Thumsenreuth hinter der Hauptschützengesellschaft München II und den Schützen aus Erlangen ein. Da die erste Mannschaft der Münchner Schützen bereits in der 1. Bundesliga vertreten ist, dürfen die Thumsenreuther als Dritter am Aufstiegskampf teilnehmen.
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