Am Haltepunkt geht's voran

Die Reuther Gemeinderäte brachten das Großprojekt "Haltepunkt" einstimmig einen Schritt weiter. Bild: ang

Am Bahnhof schreiten die Umbauarbeiten zum neuen "Haltepunkt Reuth" zügig voran. Nun scheint sich auch das Projekt "Park & Ride" schneller als vermutet zu bewegen.

(ang) Die Einwände und Vorschläge der Vertreter aller maßgeblichen Fachstellen beim Ortstermin Ende Juni hat das Kemnather Ingenieurbüro Wolf und Söhne in die Planungen einfließen lassen und die aktualisierte Version nun den Gemeinderäten erläutert.

Als wichtigste Ergänzung nannte Ingenieur Josef Wolf bezüglich der besseren Einbahnverkehrslenkung die Schrägstellung der 20 Parkplätze, darunter je zwei Behinderten- und Frauenparkplätze. Des Weiteren habe sein Büro die Anregungen der Behindertenbeauftragten (zum Beispiel Bodenindikatoren für Sehbehinderte), diverse Entwässerungsvorschläge des Kreises und Abstimmungen mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Bahn in den Plan eingearbeitet.

Die Gesamtkosten wurden inklusive des Abrisses der alten Güterhalle mit 675 000 Euro angesetzt, wobei alleine 107 000 Euro Mehrwertsteuer und 65 000 Euro Baunebenkosten berechnet sind. Einstimmig erhoben die Gemeinderäte die Hand. Josef Zölch, Bernhard Adam und Irene Meinzinger fehlten bei der Sitzung.

Ebenso einstimmig bevollmächtigte das Gremium die Verwaltung, sich um Fördergelder zu bemühen. Hier wird nach den Worten von Bürgermeister Werner Prucker das Hauptaugenmerk der nächsten Wochen und Monate liegen, nämlich auszuloten, welche Möglichkeiten und Förderpakete zum günstigsten Ziel führen. Auch Landtagsabgeordneter Tobias Reis, der im Juni ebenfalls beim Lokaltermin dabei war, hat bereits seine Fühler im Innenministerium ausgestreckt.

Straße "ertüchtigen"


Weiter beauftragte das Gremium die Tiefbaufirma Richard Schulz aus Pfreimd, als günstigsten und wirtschaftlichsten von sieben Bietern mit der "Ertüchtigung" der Gemeindeverbindungsstraße von Premenreuth Richtung Ödwalpersreuth (bis zur B299) und der Asphaltierung des ersten Teilstücks des "Gewerberings" (50 Meter) im neuen Gewerbe- und Mischgebiet.

Die Maßnahmen sollen bereits in den nächsten Wochen beginnen, weil vor allem die mit einer 90-prozentigen Sonderförderung begleitete Straßensanierung bis zum 15. Dezember abgeschlossen sein muss. Die Asphaltierung im Gewerbering geschieht mit Absprache der Behörden auf einer Breite von fünf Metern ohne Randsteine, dagegen mit einem jeweils einen Meter breiten und befahrbaren Schotterstreifen zu beiden Seiten, betonte der Bürgermeister.

Für die Errichtung eines WLAN-Hotspots im Mehrzweckgebäude erteilten die Räte der Firma Powerkom GmbH aus Neusorg mit Kosten von knapp 1000 Euro den Auftrag.

Nach der Auflassung des Bahnübergangs bei Rechenlohe hat das Wegestück zwischen Forsthof und Rechenlohe ihre Verkehrsbedeutung als Gemeindeverbindungsstraße verloren und deshalb wurde dem Landratsamt bereits im August eine Abstufung angezeigt. Nachdem weder von den Grundstücksanrainern noch vom Kreis Einwendungen vorlagen, beschloss das Gremium mit Wirkung zum 1. Januar 2017, die 333,5 Meter und 870 Meter langen Teilstücke von Rechenlohe (Anwesen Schön) bis zur Bahn und zwischen Forsthof und Bahn zu "öffentlich ausgebauten Feld- und Waldwegen" abzustufen.

Regierung prüft


Mit dem noch anstehenden Breitbandausbau in den Gemeindeteilen Eiglasdorf und Rechenlohe beauftragten die Räte die Telekom Deutschland als wirtschaftlichsten Bieter. Die Bauzeit beträgt 18 Monate nach Vertragsabschluss, der nach einer Prüfung bei der Regierung in Regensburg erfolgen kann.
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