Kirchlicher Segen
Weihe für sakrale Flurstätte

Dekan Georg Flierl weihte neu erbaute "Barmherzigkeits-Kapelle" in Eiglasdorf ein. Familie Adam dankte als Initiatorin allen Unterstützern. Die Jugendblaskapelle umrahmte die feierliche Zeremonie.

Eiglasdorf. Im Beisein des Ortsgeistlichen Pater James sowie von Pater Adalbert vom Neustädter St. Felix und vielen Gläubigen spendete Dekan Flierl den kirchlichen Segen. Zur Feierstunde konnte Bauherr Bernhard Adam auch Bürgermeister Werner Prucker samt Gemeinderäten, Vertreter des Pfarrgemeinderats und natürlich den Künstler Erwin Otte begrüßen, nach dessen Entwurf diese sakrale Flurstätte erbaut wurde.

Die Jugendblaskapelle Reuth leitete mit einem feierlichen Choral die Andacht ein und umrahmte die weitere Feierstunde. Bernhard Adam ließ in kurzen Zügen die gesamte Bau- und Planungsphase Revue passieren, vom Entstehungsgedanken bis hin zur Einweihung. Der Kapellenbau sei schon lange ein Anliegen seiner Familie gewesen, betonte Adam. Der von seiner Schwester Juliana und Hans Stangl gefertigte Bauplan sei im Dezember 2014 eingereicht worden. Die Fertigstellung der Kapelle erfolgte bereits knapp eineinhalb Jahre später am 29. April.

Bernhard Adam bedankte sich bei den beteiligten, allesamt im Umland ansässigen Firmen für die verlässliche Zusammenarbeit. Im Besonderen lobte er das Engagement des Steinmetzes Georg Neugirg, der seine Arbeitsstunden wie so viele freiwillige Helfer unentgeltlich "zu Ehren der Kapelle" einbrachte, sowie den Einsatz seiner gesamten Familie mit Ehefrau Anni voran. Bedauern äußerte Adam, dass seine im Januar verstorbene Mutter Franziska den Einweihungsakt nicht mehr miterleben durfte, für sie und den ebenfalls bereits verstorbenen Vater Josef ist aber ein Platz auf der von Adams Schwager Ernst Fuchs gestifteten Außenbank reserviert.

Im "Jahr der Barmherzigkeit" sei die Namensgebung des neuen kleinen Gotteshauses besonders treffend, bekräftigte Dekan Flierl. "Die Familie Adam hat die Kapelle an einem Ort der Stille und des Lichts erbaut", betonte der Geistliche. Das Christentum unterscheide sieben Werke der Barmherzigkeit. Unter den leiblichen und geistlichen Werken griff der Dekan zwei für ihn und die heutige Zeit wichtige Punkte heraus. Beleidigungen und üble Nachreden geduldig ertragen und zu verzeihen und Menschlichkeit in allen Belangen zu wahren, gehörten zu Grundwerten christlichen Lebens, meinte Pfarrer Flierl. Mit einem von der Jugendblaskapelle Reuth angestimmten "Großer Gott, wir loben dich" und der Bayernhymne klang die Feierstunde bei Kaffee und Kuchen aus.
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