Löschen hoch zehn

Die Brauerei brennt. Die Feuerwehrleute müssen sich durch den dichten Qualm zu den zehn Vermissten kämpfen. Bild: hfz

Eine Explosion im Kesselhaus der Reuther Brauerei, zehn Menschen werden vermisst: eine echte Herausforderung für zehn Feuerwehren und das Rote Kreuz. Zum Glück war der Großeinsatz aber nur eine Übung.

Brauereichef Rigobert Bergler überließ seinen Betrieb gerne den Floriansjüngern aus dem Kreisbrandmeisterbereich Mitte von Herbert Thum aus Wildenreuth. Als erste wurde die Feuerwehr Reuth mit Kommandant Uli Stengl und dem Vize Christian Böhm um 19.05 Uhr alarmiert und zum Einsatzort beordert.

Nach Sondierung der Lage ("Explosion im Kesselhaus") durch Ortskommandanten und Einsatzleiter Stengl erfolgte die Nachalarmierung der Feuerwehren aus Erbendorf, Krummennaab, Wildenreuth, Premenreuth, Röthenbach, Siegritz, Wetzldorf, Grötschenreuth und Thumsenreuth. Zeitgleich wurde auch das Rote Kreuz aus Erbendorf an den Ort des Geschehens gerufen.

Sperren und sichern


Die Aufgaben waren Absperren und Sichern, Löschwasserförderung aus dem entfernten Bach und Brandbekämpfung bei starker Rauchentwicklung. Vorrangig jedoch mussten zehn Personen, die als vermisst angenommen wurden, gerettet werden. Mit Atemschutzgeräten ausgestattete Spezialisten der Feuerwehren, Erbendorf, Krummennaab und Wildenreuth suchten im Innern der Brauerei und im Kesselhaus nach den Verletzten. Zum Einsatz kamen dabei die Drehleiter aus Erbendorf, die Wärmebildkamera und die Suchhunde der Hunderettungsstaffel des Kreisverbandes Weiden.

Zwischenzeitlich löschten Feuerwehrfrauen und -männer die Brände. In beachtlich kurzer Zeit stand die Löschwasserversorgung. Am Einsatzort waren auch eingeteilte Beobachter und zahlreiche Zuschauer. Erster Bürgermeister Werner Prucker merkte dazu an, dass eine Übung diesen Ausmaßes die nächsten Jahre nicht mehr in Reuth stattfinden werde. Auch lobte er Einsatzkraft und Ausbildung der Freiwilligen. Nach Beendigung der Übung ging man zur Manöver-Besprechung vor der Brauerei über. Die Kritik der Beobachter fiel positiv aus. Sie waren mit der Leistung der Feuerwehren und Retter zufrieden. Natürlich gibt es noch Bereiche, die man verbessern kann. Ziel solcher Aktionen ist es, dass die einzelnen Wehren die Örtlichkeiten mit deren Objekten kennenlernen und die Zusammenarbeit üben.
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