Neuland für kleine Gemeinde
Bebauungsplan für Gewerbe-Mischgebiet in Reuth steht

Zwischen der Bernsteiner Straße und der B 299 entsteht das neue Gewerbe-Misch-Gebiet. Für die Ansiedlung der Firma Mack-Heim im südöstlichen Bereich gab der Gemeinderat bereits grünes Licht. Bild: ang
Vermischtes
Reuth bei Erbendorf
29.01.2016
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Schon bald könnte die Bautätigkeit in dem neuen Gewerbe-Mischgebiet losgehen. Denn der Gemeinderat erhob am Mittwoch den Flächennutzungsplan zum Beschluss und machte den Bebauungsplan satzungsfähig. Sollte nach der sechswöchigen Frist kein Einspruch vorliegen, will das Gremium die Maßnahme mit Nachdruck vorantreiben, weil zur Sitzung bereits der erste Bauantrag von Christa Heim und Gerhard Mack vorlag.

Die Antragsteller, auf deren Absicht erst die Idee einer Gewerbeansiedlung entstand, beabsichtigen den Neubau einer Halle mit Lkw-Werkstatt und vier Lkw-Stellplätzen, sowie die Errichtung eines Lkw-Waschplatzes und sechs Pkw-Stellplätzen. Sowohl Bürgermeister Werner Prucker als auch die drei Fraktionssprecher bezeichneten es als Glücksfall, wenn Unternehmer wie die Firma Mack-Heim mit dem Standort Premenreuth Heimattreue beweisen.

"Da unsere kleine Gemeinde ohnehin nicht gerade mit Gewerbebetrieben gesegnet ist, betreten wir mit der Erschließung ein Neuland, welches uns und unseren Nachkommen Zukunftsperspektiven offen lässt", brachte es Albert Bader auf den Punkt. Selbstredend, dass die Beschlüsse dieser ersten Sitzungspunkte einstimmig erfolgten.

Weil nach Aussage des Ingenieurbüros Zwick das aus dem Gewerbegebiet zu erwartende Schmutzabwasser problemlos in den bestehenden, aus Bernstein kommenden Kanal eingeleitet werden kann, beschlossen die Gemeinderäte einen Antrag an die Stadt Windischeschenbach zum Abkauf des etwa 150 Meter langen Kanalstrangs inklusive der drei Schächte zu stellen. In Vorgesprächen mit Bürgermeister Karlheinz Budnik und den Verantwortlichen der Stadt hatte die Nachbarkommune bereits ihre Abgabebereitschaft zum Pauschalpreis von 5000 Euro signalisiert. Mit dem Deal kann künftig vermieden werden, dass gemeindeeigene Abwässer erst über fremde Ableitungen entsorgt werden müssen.

Sollte es später zu Bautätigkeiten im nördlichen Bereich des Mischgebiets kommen, wäre ohnehin ein neuer Kanalstrang zum Dammweg hin erforderlich. Das Oberflächenwasser wird sowieso aus dem gesamten Bereich über ein Sammelbecken in den angrenzenden Beckenweiher abgeleitet. Bürgermeister Prucker inspirierte seine Gemeinderatskollegen, sich bezüglich der Namensgebung für den entstehenden Ring durch das Gewerbegebiet bis zur nächsten Sitzung am 2. März Gedanken zu machen. Das Gremium war sich schon einig, dass die Nummernbeschilderung von der Einfahrt zur Bernsteiner Kreuzung hin erfolgen soll, so dass die Mack-Heim-Fläche die Hausnummer "Zwei" erhält.

Bauanträge von JunglandwirtenZwei weiteren Bauabsichten erteilten die Räte einvernehmlich ihre Zustimmung.

Zur Sicherung seines Betriebs beantragte Stefan Adam, Fünfeichen 1, in westlicher Richtung den Neubau eines etwa 26 mal 22 Meter umfassenden Ferkel- und Mastschweinestalls, sowie eines Gülletiefbehälters. Die Bauvoranfrage des Landwirts Matthias Zahn, Eiglasdorf 4, beinhaltete die Errichtung eines Jungviehstalles. Da bei beiden Vorhaben im Außenbereich liegen, die Sicherstellung der gesetzlichen Auflagen gegeben und die Erschließungen vorhanden sind und auch sonstige örtliche Bauvorschriften nicht im Wege stehen, schätzt der Gemeinderat die Anfragen der beiden Junglandwirte positiv ein.
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