Sibylle von Podewills beigesetzt
Auf dem "Weg zum Leben"

Pfarrerin Nadine Schneider sprach mit den Enkelkindern die Fürbitten bei der Trauerfeier. Bild: bey (Foto: Bild: bey)
Vermischtes
Reuth bei Erbendorf
06.06.2016
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(bey) Die Familie von Podewils nahm Abschied von ihrem Oberhaupt Sibylle von Podewils bei der Trauerfeier in der St.-Katharina-Kirche und in der Familiengruft. Freifrau von Podewils war am 24. Mai im Alter von 94 Jahren verstorben. Auch ein großer Freundeskreis nahm Abschied.

Mit dem Tod von Sibylle von Podewils sei ein Licht ausgelöscht worden, "das jeden hell gemacht hat", sagte Pfarrerin Nadine Schneider. Von einem Augenblick auf den anderen habe sich das Leben geändert, nichts sei mehr, wie es vorher war. Mittendrin im Leben, im Freundeskreis und in der Familie sei Sibylle Freifrau von Podewils gewesen. Dies sei der Grund, dass der plötzliche Tod trotz ihres hohen Alters so schmerzlich empfunden werde. Die Verstorbene habe sich durch starken Lebenswillen ausgezeichnet, es verstanden, mit ihrer Lebensfreude und Lebenskraft anzustecken.

Podewils habe selbst mehrmals den Weg zum Leben suchen müssen: Der erste Ehemann fiel ein Jahr nach der Eheschließung beim Kriegseinsatz in Russland. Doch bereits damals habe sie Willensstärke bewiesen und sich ins Leben zurückgekämpft. Im Jahr 1955 heiratete sie Albert Freiherr von Podewils und gebar vier Kinder. Diese und später auch die Enkel hätten der Verstorbenen alles bedeutet, wobei sie großen Wert auf deren Selbständigkeit gelegt hat. Der Tod des zweiten Ehemannes im Jahr 1984 hat das Glück erneut getrübt. Trost habe die Verstorbene im Glauben und bei ihrer Familie gefunden. Trotz körperlicher Einschränkungen habe sich Freifrau von Podewils in ihrem Lebensablauf nicht beeindrucken lassen. Noch einen Tag vor ihrem Tod hat sie mit ihrer Familie telefoniert. Der von ihr so verdeutlichte Begriff des "Weges zum Leben" habe Sibylle Freifrau von Podewils in das Reich Gottes geführt. Das Fürbittgebet sprachen die Enkelkinder. Im Anschluss an die Trauerfeier zog der Trauerzug zur Familiengruft.
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