Modelleisebahn-Club feiert sein 50-Jähriges
Große Leidenschaft für kleine Züge

Riedens Bürgermeister Erwin Geitner (links), sein Ensdorfer Kollege Markus Dollacker (rechts), MEC-Vorsitzender Reinhard Roth (Dritter von links) und sein Stellvertreter Bernd Koller (Zweiter von links) zeichneten die Gründungsmitglieder Edgar Dobler und Ingo Frohmader (Zweiter und Dritter von rechts) aus. Bild: sön
Freizeit
Rieden
08.06.2016
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Es könnte doch noch mehr von seiner Sorte geben, dachte vor 25 Jahren ein Eisenbahn-Verrückter und berief einen Stammtisch ein. Zunächst fiel die Resonanz eher klein aus. Doch aus dem narrischen Häuflein wurde ein Verein. Und der feierte jetzt sein 50-jähriges Bestehen.

"Weil's ned gwusst hom, was no dua solln, homs ans Rathaus a Denkmal higstellt": Mit einem launigen Vortrag blickte Vorsitzender Reinhard Roth auf die Geschichte des Modelleisenbahn-Clubs Unteres Vilstal.

Zum Jubiläum versammelten sich viele Mitglieder mit Angehörigen auf der Terrasse ihres Vereinlokals, der Pension Rundblick. Zum Stammtisch kamen anfangs laut Roth "nicht einmal eine Handvoll - aber die Narren gaben nicht auf". Mit der Zeit sei aus ihnen ein Club (MEC) geworden, "denn die ham gwerkelt und ham gschafft". Eintrag ins Vereinsregister, erste Ausstellung in der Riedener Mehrzweckhalle: "Im kommenden Jahr mach' ma scho die 13.". 1969 sei der Plan entstanden, die Vilstalstrecke nachzubauen. "Und wia ma den Haufn kennt: Die homs a gmacht."

Zwei Bürgermeister dabei


Ein Denkmal am Rathaus, ein zweites am ehemaligen Standort des Riedener Bahnhofs, Ausflüge, Messebesuche, Arbeitsräume auf dem Dachboden des Vereinslokals und später auch auf dem des gemeindlichen Teil des Klosters Ensdorf: Reinhard Roth hatte viel zu erzählen. Bürgermeister aus zwei Gemeinden bei einer Jubiläumsfeier? Beim MEC mit seinen zwei Standorten ist das eine Selbstverständlichkeit. "Bei unserem Modelleisenbahnclub spielen die Begriffe Leidenschaft und Emotion eine tragende Rolle", betonte Riedens Rathauschef Erwin Geitner. Natürlich habe es auch beim MEC in den vergangenen 25 Jahren Höhen und Tiefen gegeben - "aber es waren erfolgreiche Jahre".

Geitner lobte die filigrane Arbeit an den Modellen, die Handwerkskunst "und die vielen Stunden intensiver und leidenschaftlicher Arbeit, die in so einer Anlage stecken". Er wünschte dem Verein weitere 25 erfolgreiche Jahre, hatte natürlich auch eine Spende dabei.

Neidvoll blickte Ensdorfs Bürgermeister Markus Dollacker auf das, was der Club in 25 Jahren geschaffen hat: Eisenbahnstrecken, Städte, Ortschaften, Fabriken, Kasernen, Übungsplätze, Seilbahnen, Windräder und vieles mehr: "Ganz ehrlich - das schaffen der Erwin und ich nicht." Für die Nutzung des Kloster-Dachbodens in Ensdorf sei er dankbar, "denn er hat sich von einem verstaubten, ungenutzten Stauraum in die Herberge einer packenden Welt verwandelt".

Drei Gründungsmitglieder


Anerkennung zollte er dem MEC für die regelmäßige Kontrolle des Dachs, für die denkmalschonende Einhausung - und "für den liebevollen Umgang mit unseren Haustieren, ob der große Marder oder das Kleingetier". Noch viele Jahre mit eifrigen Mitgliedern wünschte Dollacker dem Club. Eine Spende werde folgen.

"Wir hatten einmal acht, nun sind es nur noch drei", sagte Vorsitzender Reinhard Roth, als er die Gründungsmitglieder Ingo Frohmader, Eduard Dobler und Dieter Baumer auszeichnete. Ein gemeinsames Essen rundete die Jubiläumsfeier ab.
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