Wildforest Trails in Kreuth mit rund 100 Hunden und deren Herrchen und Frauchen
Einen Tag Sauwetter getrotzt

Fliegende Pfoten - der Hund als Zugtier für den Biker.
Freizeit
Rieden
21.02.2016
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Wenn es draußen nass und kalt ist, möchte man sich am liebsten unter einer Decke verkriechen. Gibt es aber einen Hund im Haus, so müssen Frauchen oder Herrchen bei jedem Wetter mit ihren Vierbeinern raus. So, wie am Samstag bei den Wildforest Trails rund um die Ostbayernhalle über den Höhen von Rieden.

Das Wetter war alles andere, als im klassischen Sinne schön. Doch davon ließen sich die rund 100 Teilnehmer der Wildforest Trails nicht abschrecken. "Für die Hindernisläufer ist solches Wetter ideal - sie haben gejubelt. Für diejenigen, die mit Hunden laufen, wäre etwas trockener besser", erzählte die Organisatorin des Wettkampfes von der Sog Eventagentur, Michaela Betzmann. Für Sonntag jedoch hätten sich die Bedingungen gar so sehr verschlechtert, dass es auch für die größten Outdoorfans zu gefährlich geworden wäre. So sagten die Verantwortlichen den Start ab und nahmen die Siegerehrung auf der Basis der Samstagsergebnisse vor.

Jeweils alleine


Die Teilnehmer waren gestaffelt im Zwei-Minuten Takt gestartet: "Es sind so viele verschiedene Hunde von ihrer Art und vom Temperament her da. Der Taktstart verhindert Keilereien und Beißereien, die es bei Massenstarts oft gibt."

Das Startpaar war somit zu seiner Zeit jeweils allein am Ausgangspunkt, so dass sich Mensch und Tier komplett aufeinander konzentrieren konnten. Beim Wildforest Trail gibt es drei Disziplinen, bei denen Mensch und Hund stets im Paar auftreten: Laufen, Bike und Scooter. Dabei wird bei Bike unterschieden, ob der Hund zieht, oder nebenher läuft.

"Da drehen sie durch"


So viele Teilnehmer, so unterschiedliche Motivationen und Herangehensweisen an die Sportart. Was sie aber alle vereint, ist die Antwort auf die Frage: Warum macht man da mit? Wie abgesprochen, kam von allen: "Es macht Spaß!" Und den Vierbeinern offensichtlich auch: "Sobald meine Hunde das Geschirr sehen, springen sie mich an, und wenn sie den Roller sehen, drehen sie durch", erzählte Michaela Betzmann, die auch selbst in der Freizeit mit ihren beiden Europäischen Schlittenhunden mit dem Dogscooter unterwegs ist. Große Hunde brauchen die Auslastung. Das bestätigte auch eine der Teilnehmerinnen. "Wir sind früher immer einfach Gassi gegangen, oder Joggen, aber dann habe ich gemerkt, dass das alles viel zu langsam ist."

Die Outdoorveranstaltung fand heuer zum zweiten Mal auf dem Gelände um die Ostbayernhalle statt. Nach der Premiere 2015 stellte die Organisatorin fest: "Der Hundelauf kommt an, die Strecke ist gut und auch die Organisation", sagte sie lachend. Das kann sie mit gutem Recht behaupten, denn das Organisationsniveau des Wettkampfes ist bayernweit einmalig.

Die Vereine veranstalten auch eigene Wettläufe, aber diese seien kleiner und die Zeit werde teilweise mit Handy gestoppt, Michaela Betzmann kennt solche Events.
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