Gemeinderat begrüßt geplante Futterkohle-Anlage
Betrieb ab Oktober möglich

Der Endspurt hat begonnen - der Riedener Campingplatz geht nach der Sanierung morgen wieder offiziell in Betrieb. Bild: sam
Politik
Rieden
14.05.2016
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Die Sanierung der gemeindlichen Campingplatzgebäude sei nun endlich im absoluten Endspurt: Darüber informierte Bürgermeister Erwin Geitner den Marktgemeinderat. Damit könne der Camping-Betrieb morgen wieder offiziell freigegeben werden. Geitner bedauerte, dass es wegen baulicher Verzögerungen und hinzugekommener Sanierungsarbeiten - wie der kompletten Erneuerung der Verrohrung - nicht möglich war, vorab noch einen Tag der offenen Tür anzubieten. Dieser werde nachgeholt.

Ein großes Projekt wird in Kürze im Industrie- und Gewerbegebiet Vilshofen in die Tat umgesetzt: Die Firma Carbon Cycle, vertreten durch Geschäftsführer Gerhard Büttner, plant auf dem Grundstück Schwandorfer Straße 30 eine Anlage zur Verwertung von Holzabfällen mit Verwendung von Holzhackschnitzeln, um Futterkohle zu erzeugen.

Da Errichtung und Betrieb im übergeordneten immissionsschutzrechtlichen Verfahren genehmigt werden müssen, musste der Markt Rieden dazu eine Stellungnahme abgeben. Die Gemeinde hatte für diese Nutzung bereits beim Grundstücksverkauf grünes Licht gegeben: Das Areal liegt im dafür vorgesehenen Industrie- und Gewerbegebiet, für das ein rechtskräftiger Bebauungsplan existiert.

Geschäftsführer Gerhard Büttner erläuterte dem Marktgemeinderat die Abläufe in den Carbonisierungsanlagen. Er betonte dabei, dass in Vilshofen künftig Futterkohle aus qualitätsvollen, unbehandelten Hölzern hergestellt werde. Um die hohen Ansprüche der Zertifizierung zu erfüllen, hat sich die Firma verpflichtet, nur unbehandeltes Wertholz aus 90 Kilometern Umkreis zu verwenden.

Keine Befürchtungen müsse man wegen der Verbrennung haben, unterstrich Büttner. Neben der Zündung mit Gas würden keine weiteren Brennstoffe neben dem Hölzern verwendet. Eine vergleichbare Anlage gebe es in Raum München. Hier werde jedoch Pflanzenkohle erzeugt, mit geringerer Zertifizierung. Da Futterkohle für die Verdauung der Tiere besonders wertvoll sei, sei bei ihrer Herstellung der Gesundheitaspekt besonders gefragt. Einen Abnehmer gibt es laut Büttner bereits - die Firma Trill. Wenn die weitere Genehmigung und Ausschreibung gut laufen, soll die Anlage im Oktober in Betrieb gehen.
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