Gemeinderat beschließt Umsetzung in zwei Etappen
Rieden treibt Breitbandausbau voran

Politik
Rieden
16.03.2016
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Wesentliches Thema der jüngsten Marktgemeinderatssitzung war das weitere Vorgehen bei der Breitbandversorgung. Fest steht für das Gremium, dass deren Ausbau in der Fläche für die künftige Entwicklung unerlässlich ist.

Förderung nutzen


Die Bayerische Staatsregierung will bis 2018 eine deutliche Verbesserung auf diesem Gebiet erreichen. Deshalb hat der Freistaat ein neues Förderprogramm aufgelegt. Daraus würden dem Markt Rieden bis zu 840 000 Euro zur Verfügung gestellt - inklusive 50 000 Euro für die interkommunale Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Ensdorf.

Zwischenzeitlich ist ein zweistufiges Verfahren in Aussicht gestellt, in dem neben Bundes- auch weitere Landesfördermittel ausgeschöpft werden könnten. In jedem Fall möchte Rieden diese Chance nutzen und möglichst umfassend alle Gemeindeteile erschließen.

Diplom-Ingenieur Andreas Meder vom beauftragten Planungsbüro IK-T Mansdorfer und Hecht aus Regensburg erläuterte in der Marktgemeinderatssitzung Wissenswertes zur Breitbanderschließung - von den Ausschreibungs-Modalitäten nach der Markterkundung bis zum schrittweisen Ausbau mittels FTTC und FTTB. Ersteres steht für einen Ausbau mit Glasfaser bis zum Kabelverzweiger, Letzteres für Glasfaser bis ins Gebäude.

Mit einem FTTC-Ausbau könnte man die größeren Gemeindeteile wie Rieden, Siegenhofen, Kreuth und Vilshofen, wo bereits die Telekom und Kabel Deutschland vertreten sind, mit einer deutlich höheren Übertragungsmenge von mindestens 30 und maximal 50 MBit pro Sekunde versehen.

Im zweiten Los würden dann die Erschließungsbereiche Hammerberg in FTTC und die Gemeindeteile Ettsdorf, Gattershof, Degelhof, Vilswörth, Fischeröd, Brunnschlag, Reindlhof, Kamerlhof, Hirschhof, Schönhof und Taubenbach mit FTTB-Planung für das Förderprogramm eingereicht.

In zwei Jahren Realität


Die groben Investitionskosten für alle Erschließungsgebiete werden auf 1 794 000 Euro geschätzt. Die Wirtschaftlichkeitslücke wird nach Erfahrungswerten mit 90 Prozent (rund 1 615 000 Euro) angenommen. Bei einem Höchstfördersatz von 80 Prozent bliebe beim Markt Rieden ein Eigenanteil von rund 343 000 Euro für beide Lose.

Unter Berücksichtigung der erforderlichen Ausschreibungsfristen, Genehmigungs-Verfahrensschritte und dem vorgeschalteten Bieterwettbewerb kann man laut Meder mit einem Abschluss der Maßnahmen und damit einer schnellen Breitbandversorgung im gesamten Gemeindegebiet in rund zwei Jahren, also Ende 2017/Anfang 2018 rechnen.

Nach ausführlicher Diskussion beschloss das Gremium, die Breitbandversorgung entsprechend voranzutreiben. Sie soll in zwei Losen mit einer Obergrenze von je 500 000 Euro erfolgen.
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