Zwei Bebauungspläne einen Schritt weiter
In Rieden ist Land in Sicht

Erika Müllner ist seit zehn Jahren Gemeinderätin in Rieden. Dazu gratulierte ihr Bürgermeister Erwin Geitner. Bild: sam
Politik
Rieden
27.01.2016
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Es ist Land in Sicht in Rieden. Bauland. Der Gemeinderat hat jetzt zwei neue Bebauungspläne weiter voran gebracht. Er will in einer der nächsten Sitzungen entscheiden, nach welchen Kriterien die Grundstücke vergeben werden.

In ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr befassten sich die Bürgervertreter im laufenden Aufstellungsverfahren erneut mit den Bebauungs- und integrierten Grünordnungsplänen An der Bahnhofstraße in Vilshofen sowie Ledereracker in Rieden.

Die Satzungen für die Entwürfe hatten die Räte in der vergangenen Sitzung beschlossen. Nach ausführlicher Beratung und Abwägung über die eingegangenen Stellungnahmen aus der Auslegung und öffentlichen Fachstellen- und Bürgerbeteiligung soll die Entwurfsplanung nun mit kleineren Ergänzungen als rechtskräftige Satzung erlassen werden.

In einer seiner nächsten Sitzungen will das Gremium dann die Auswahlkriterien für die Bauplatzbewerber beziehungsweise die Parzellenvergabe bestimmen: Die Fraktionen sollen genügend Zeit haben, vorher darüber zu beraten.

Ebenso wollen sich die Bürgervertreter in einer künftigen Sitzung intensiver mit den ersten Vorentwürfen des Ingenieurbüros Schönberger zur Straßenentwurfsplanung für die Ledereracker beschäftigen. Dem Antrag von Diana und Ingo Krause auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage im Talblick wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Alle Grundstücksnachbarn haben diesem Vorhaben zugestimmt.

Damit wurden gewisse Befreiungen vom Bebauungsplan "Talblick/Am Striegl" möglich. Mit diesem Projekt wird eine der wenigen privaten Baulücken in Rieden West geschlossen und das Ortsbild abgerundet

Im Zuge der weiteren Planungen zum Neubau einer Kindertageseinrichtung in Rieden mussten die Räte den Bedarf an Betreuungsplätzen festlegen. Für den Marktgemeinderat steht fest, dass in einer Kindertageseinrichtung in Rieden je zwei Krippen- und Kindergartengruppen erforderlich sind. Träger soll wie bisher das katholische Pfarramt sein.Bürgermeister Erwin Geitner hat vor der Marktgemeinderatssitzung Erika Müllner , ein Mitglied dieses Gremiums, ausgezeichnet. Sie gehört der Bürgervertretung seit 11. Januar 2006 an - damit gratulierte ihr Geitner zur zehnjährigen Tätigkeit.Müllner rückte damals für Marktgemeinderat Harald Schwartz in die Fraktion der CSU nach. Für sie sitzt sie auch in verschiedenen Ausschüssen. In der Wahlperiode 2014 wurde sie zudem zur stellvertretenden Senioren- und Behindertenbeauftragten berufen - ein Amt, das sie bis heute ausübt. Geitner würdigte Erika Müllners Einsatz zum Wohl der Riedener Bürger, insbesondere für den Ortsteil Hammerberg. Er hoffe, dass die gute Zusammenarbeit weiter so harmonisch funktioniert wie bisher. Er dankte der Jubilarin mit einem Gutschein, einer Urkunde und einem Blumenstrauß.

Bekanntgegeben wurde, dass Ortsheimatpfleger Andreas Reindl sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Der Gemeinderat bedauerte diese Entscheidung sehr, da Reindl dieses Ehrenamt mit Herzblut ausgefüllt hat. Reindl wurde 2003 gemeinsam mit Hubert Haas zum Ortsheimatpfleger berufen. In seiner zwölfjährigen Tätigkeit in der Heimatforschung und Lokalgeschichte hat er einiges in Vergessenheit Geratene aufgedeckt und durch entsprechende Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Heimat- und Ahnenforschung will Reindl auch nach seinem Ausscheiden aus dem Ehrenamt treu bleiben und seine Erfahrung bei Bedarf weiter einbringen. Das Gremium zollte ihm große Anerkennung.

Interessenten für diese Art von ehrenamtlicher Arbeit sind in der Gemeinde willkommen. Reindls Kollege Hubert Haas ist auch weiterhin als Ortsheimatpfleger aktiv.
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