Zwei Kundgebungen am 1. Oktober – Rieden hat Platz- und Sicherheitsprobleme
AfD und Gegner in Kreuth

Politik
Rieden
27.09.2016
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Ob Frauke Petry in der Festhalle im Riedener Ortsteil Kreuth sprechen kann, ist noch nicht klar. Gerade streiten sich der Festhallen-Betreiber von Gut Matheshof und der AfD-Kreisverband Amberg-Neumarkt über Anwälte angesichts der Kündigung des Mietvertrages (wir berichteten). Die AfD hat dem Vernehmen nach bereits mitgeteilt, gerichtlich dagegen vorzugehen.

Parallel zu ihrer ursprünglichen Planung, Frauke Petry am Samstag, 1. Oktober, um 19 Uhr in der Riedener Festhalle sprechen zu lassen, hat die Partei für den gleichen Tag zwischen 17 und 22 Uhr eine Demonstration in Kreuth angemeldet, bestätigt Sabine Müller, Geschäftsleiterin des Marktes Rieden. Die angemeldete Personenzahl ist die gleiche, die auch in der Festhalle veranschlagt wurde: etwa 450 Personen. Ob Petry auch zu der Kundgebung kommen wird, sei unklar. Doch Müller geht davon aus, dass der Besucherkreis der Demo "analog zur Festhalle sein wird."

Nicht genug Flächen


Größtes Problem für Müller: "Wir haben in Kreuth keine öffentlichen Flächen für Versammlungen." Dazu kommt, dass für den gleichen Zeitpunkt Die Linke für das "Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte" eine Kundgebung angemeldet hat. "Die Anmelder wollen so nah wie möglich am Veranstaltungsort sein." Also auch in Kreuth. Egal, ob Petry in der Festhalle sprechen wird oder nicht. Die Gemeinde habe ein Platz- und vermutlich auch ein Sicherheitsproblem. Müller informierte, dass die Kommune gerade mit dem Gesellschafter von Gut Matheshof, Johannes Schmidt, verhandle, ob er Privatflächen für beide Demos zu Verfügung stellen könnte.

Dazu kommt, dass es um Parkflächen für die 450 Besucher der AfD-Veranstaltung, die wohl mehreren Hundert Bündnis-Teilnehmer sowie für etwa 600 Besucher und 250 Pferde des gleichzeitig stattfindenden Reitturniers gehe. Selbstverständlich sei dabei zu bedenken, dass die unterschiedlichen Besuchergruppen sich nicht begegnen sollten. Die Gemeinde arbeite bereits eng mit der Polizei zusammen, um alle sicherheitsrechtlichen Aspekte zu bedenken, so Müller.
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