Als Vorbild bei Filmpremiere in Regensburg
Der FC Rieden als Energierebell

Ein Podiumsgespräch in Regensburg zur regionalen Energiewende vor ausverkauftem Haus vereinte (von links) Edwin Kraus, einen der Protagonisten des zuvor gesehenen Dokumentarfilms, Thomas Klein vom FC Rieden, Beate Eichinger vom Bistum Regensburg und Moderator Wolfgang Wegmann. Bild: riw
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Rieden
23.03.2016
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Die Energiewende muss vor allem aus der Bevölkerung heraus angestoßen werden: Das fanden die Veranstalter einer Filmpremiere in Regensburg. Und haben dabei den FC Rieden als Vorbild präsentiert.

Im ausverkauften Regina-Filmtheater in Regensburg lief die Vorpremiere des Films "Power to Change - Die Energie-Rebellion".

In seinem 90-minütigen Dokumentarfilm will Regisseurs Carl A. Fechner zeigen, dass die Energiewende mit der jetzt zur Verfügung stehenden Technik möglich ist. Seine Botschaft lautet: Die staatliche Subventionierung fossiler Brennstoffe muss gestoppt werden, einzig erneuerbaren Energien gehört die Zukunft.

Zum anschließenden Podiumsgespräch zur lokalen Energiewende war auch der 1. FC Rieden eingeladen. Wolfgang Wegmann, Agenda-21-Beauftragter des Marktes Lappersdorf und Hauptorganisator der Filmpremiere, war im November dabei, als dem Verein der Energieeffizienzpreis der Regierung der Oberpfalz und der Bayernwerk AG verliehen wurde. Er war damals sehr beeindruckt, dass ein Sportverein sich in Sachen erneuerbare Energien, Energieeinsparung und -effizienz dermaßen engagiert. Also präsentierte Wegmann die Riedener nun als Beispiel für andere.

FC-Spielleiter Thomas Klein berichtete auf dem Podium von den organisatorischen und finanziellen Anstrengungen der Vergangenheit. Der FC Rieden erkenne sich in dem Film durchaus wieder. Klein stellte die Kernpunkte des Energie- und Umweltkonzeptes seines Vereins heraus. Bei der Beheizung beider Sportheime verzichte man komplett auf fossile Brennstoffe. Dazu kamen Maßnahmen für mehr Energieeffizienz wie die Umrüstung der kompletten Sportheimbeleuchtung auf LED und vor allem die im Herbst in Betrieb genommene LED-Flutlichtanlage mit ihrem Strom- und CO2-Einsparpotenzial.

Bei der anschließenden Premierenfeier knüpften Thomas Klein und Richard Weigert weitere wertvolle Kontakte und tauschten tiefer greifende Informationen zur Energiewende aus.

Bezeichnend für das Engagement des Vereins ist es, dass zeitgleich beim Hirschwirt in Rieden der Landkreis-CSU-Arbeitskreis Umwelt- und Landesentwicklung tagte, bei der FC-Vorsitzender Hans Fischer und Jürgen Färber ebenfalls ihr Energie- und Umweltkonzept vorstellten.

HintergrundDen Dokumentarfilm "Power to Change - Die Energierebellion" wurde vom Aktionsbündnis aus Samos-Solarförderverein Regensburg, Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien, Verein für katholische Erwachsenenbildung, Arbeitskreis Klimaschutz des Marktes Lappersdorf, Kommunale Energie Regensburger Land eG, Fachverband Biogas, Verein Bürger-Energie- Region Regensburg sowie BUND Stadt und Landkreis Regensburg präsentiert. Podiumsgäste waren auch Beate Eichinger, theologische Referentin und bischöfliche Umweltbeauftragte des Bistums Regensburg, und der pensionierte Unternehmer Edwin Kraus - einer der Hauptakteure im Film, der eine mobile Pelletieranlage entwickelt und auf den Markt gebracht hat. Eine seiner Aussagen im Film: "Ich kann's nicht mehr hören! Die schauen zu, wie das alles kaputt geht - und es wird kaputt gehen - das ist so! Und da frag ich mich, wo bleibt da die Intelligenz?". (riw)
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