Caritas-Sozialstation zieht Bilanz
Mehr Patienten

„Mehr Geld kommt in das ambulante Pflegesystem“ betonte Susanne Frey bei ihrem Vortrag zum Pflegestärkungsgesetz II.
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10.11.2016
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Ensdorf. (sön) Mit dem Verweis auf St. Martin und die heilige Elisabeth forderte Vorsitzender Pater Hermann Sturm, "christliche Traditionen hochzuhalten" und "für Arme und Schwache einzustehen": Damit eröffnete er die Jahreshauptversammlung der Caritas-Sozialstation, Dekanat Ensdorf.

266 723 Kilometer


Caritas-Geschäftsführer Günter Koller zeigte detailliert die Steigerung der Patientenzahlen der Caritas-Sozialstation auf - von 137 im Jahr 2000 auf 259 im vergangenen Jahr. Im selben Zeitraum stieg auch die Zahl der Mitarbeiter, von 23 auf derzeit 40. "Fahrzeuge sind nach unseren Mitarbeiterinnen das A und O", betonte Koller, als er auf die heuer gefahrenen 266 723 Kilometer mit den 14 Autos verwies.

"Es ist nicht unser Kerngeschäft, aber es geht darum, die Leute zu versorgen, damit sie weiter in ihrer eigenen Wohnung leben können", betonte Koller beim Blick auf die immense Entwicklung bei Essen auf Rädern: 3840 Portionen waren es 2004, 11 193 Portionen 2015. Er erwähnte auch den in Zusammenarbeit mit dem Kreis-Caritasverband Amberg-Sulzbach und der Ökumenischen Sozialstation Sulzbach-Rosenberg abgeschlossenen vierjährigen Vertrag mit einem Datenschutzbeauftragten analog der kirchlichen Datenschutzordnung.

Der Kreis-Caritasverband sei für dessen stationäre Altenpflegeeinrichtungen sowie in Kooperation mit den Caritas-Sozialstationen Amberg, Hirschau und Ensdorf und der Ökumenischen Sozialstation Sulzbach-Rosenberg Gesellschafter der neu gegründeten PalliVita GmbH. Ziel sei es, das Gebiet Ambergs sowie der Landkreise Amberg-Sulzbach und Neumarkt mit einer ambulanten Palliativpflege auszustatten.

Weiter berichtete der Vorsitzende, dass Christian Wenkmann mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Gold, Renate Schmaußer und Elisabeth Franz mit Silber ausgezeichnet worden seien - "für ihre Verdienste im Krankenpflegeverein Hohenkemnath sowie in der Caritas-Sozialstation Ensdorf". Weiter habe Erika Wiesn nach dem Ausscheiden von Margarete Eichhammer im April die stellvertretende Pflegedienstleitung übernommen.

Pfarreien-Umlage konstant


Detailliert legte Koller den Finanzbericht 2015 dar. Nach dem Revisionsbericht von Josef Huf wurden Vorstand und Geschäftsführung entlastet. Auch der Haushaltsvoranschlag 2016 wurde ohne Gegenstimmen angenommen, die Umlage der Mitgliedspfarreien bleibt für 2017 unverändert. "Einschneidende Änderungen bringt das Pflegestärkungsgesetz II zum 1. Januar 2017", betonte Susanne Frey in ihrem abschließenden Vortrag. Sie stellte den Ausbau der niederschwelligen Betreuungsangebote, die fünf neuen Pflegestufen, die neuen Qualitätsprüflinien sowie die Stärkung der Beratung vor: "Mehr Geld kommt in das ambulante Pflegesystem", fasste sie zusammen.
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