Erinnerung an eine verhängnisvolle Bootstour
Tod in der Vils

In der Nähe von Rieden ereignete sich 1883 das verhängnisvolle Bootsunglück, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Bild: sön
Vermischtes
Rieden
20.08.2016
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Endlich ein paar schöne Sommertage. Da zieht es manchen auf das Wasser, an die Vils. So friedlich sie sich heute durchs Tal schlängelt, war sie doch vor 133 Jahren einmal Schauplatz eines tragischen Unfalls.

(sön) In seinem 2003 erschienen Band Riedener Geschichten schreibt Ortsheimatpfleger Hubert Haas über jene verhängnisvolle Kahnfahrt auf der Vils: "Am 17. Juni 1883 unternahmen mehrere Riedener Bürger eine Kahnfahrt mit Musik.

Man fuhr auf der Vils nach Ensdorf, wo auf dem Bruckhiarl-Keller die Unterhaltung in schönster Einstracht verlief. Abends um neun Uhr fand die Rückfahrt statt, hierbei glitt an der gefährlichsten Stelle der Führer des einen Kahns, der Glaser Leonhard Brandl, aus und stürzte in das Wasser. Dadurch kam der Kahn zum Sinken."

Einige Passagiere sprangen ins Wasser, um sich zu retten, andere in den nächsten Kahn. Der ging dadurch ebenfalls unter, wie Haas schreibt: So seien 15 Menschen im Wasser in höchster Lebensgefahr gewesen. "Doch alle wurden gerettet, bis auf den Maurer Simon Moser, Vater von vier kleinen Kindern, 29 Jahre alt, und den Wagner Jakob Preuschl, 26 Jahre alt, erst ein halbes Jahr verheiratet, die wahrscheinlich unter den Kahn kamen." "Als die Geretteten an beiden Ufern der Vils waren, wurde wohl auf den mehrmaligen Ruf ,Sind alle beisammen?' mit Ja geantwortet. Leider aber eilten einige der Geretteten zu schnell davon und so konnte keine genügende Kontrolle gehalten werden": Zwei der Bootsfahrer fanden Tod. "Erst als alle im Orte zusammentrafen", wurden sie vermisst - und "des anderen Tages früh um sechs Uhr auch an der Unglücksstelle gefunden".
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