Fahrtraining für Senioren
Das wäre ein Blechschaden

Beim Rückwärtsslalom möglichst knapp vor einer beweglichen Stange stehen bleiben: Das war gar nicht so einfach. In diesem Fall touchiert das Auto den gelben Markierungspfosten - "im wahren Leben" wäre das ein Blechschaden gewesen, erklärte Trainer Andreas Bahle. Bilder: sön (2)
Vermischtes
Rieden
10.05.2016
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"Halt! Jetzt hättest du ein Auto angefahren - wenn da nicht nur Pylonen stehen würden": Andreas Bahle hatte seine Schützlinge auch beim Rückwärts-Einparken locker, humorvoll, aber trotzdem sicher im Griff.

Fahrsicherheitstraining für Senioren mit Andreas Bahle, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Amberg, war angesagt auf dem Badparkplatz in Rieden. Bürgermeister Erwin Geitner wünschte schon beim theoretischen Einstieg den Teilnehmern im Fremdenverkehrsraum des Rathauses "viel Erfolg und auch Spaß beim praktischen Teil". VdK-Ortsverein und Marktgemeinde hatten das Fahrsicherheitstraining gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht organisiert.

Noch keine Altersgrenze


Dabei ging es zunächst einmal um Wissenswertes aus dem Verkehrsrecht. Wie Bahle betonte, gebe es in Deutschland zwar - "bis jetzt" - noch keine Altersgrenzen für die Fahrerlaubnis: "Aber man soll sich im Alter schon Gedanken machen über die eigene Fahrtüchtigkeit."

Er merkte an, dass Führerschein-Prüfungen heute wesentlich schwieriger seien, "als in der Zeit, als wir vor 50 oder gar 60 Jahren zum Teil noch mündlich geprüft wurden". Deshalb sprach er auch über Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung wie Reißverschlussverfahren, Notbremsassistenten, Handyverbot im Auto, neue Verkehrszeichen, und Alkoholverbot für Fahranfänger, aber auch das neue Punktesystem. Am Badparkplatz war die Theorie dem Fahrsicherheitstraining vorangestellt.

Passen Sitz und Spiegel?


Am eigenen Wagen hieß es zunächst: "Sind Sitze, Kopfstützen, Innen- und Außenspiegel richtig eingestellt?" Dann galt es, zuerst mit 30 und anschließend mit 40 km/h einen Slalom durch Pylonen zu fahren. Eine Aufgabe, die im Rückwärtsgang dann schon einige Schwierigkeiten bereitete: "Mei Gnack ist halt a scho steifer", meinte einer der Teilnehmer.

Als bei einem zweiten Rückwärtsslalom noch ein möglichst knapper Halt vor einer beweglichen Stange verlangt wurde, "hätte es im wahren Leben doch einige Blechschäden gegeben", wie Bahle bilanzierte. Auch beim Rückwärts-Einparken - aber das hatten wir ja schon.
Man soll sich im Alter schon Gedanken machen über die eigene FahrtüchtigkeitAndreas Bahle, Kreisverkehrswacht


Verkehrstraining: Das sagen BeteiligteBürgermeister Erwin Geitner: "Ich finde es gut, dass die Senioren, die teilgenommen haben, sich so auch ihrer eigenen Grenzen bewusst wurden."

Für VdK-Vorsitzenden Josef Niebler war die Theorie wichtig. Er empfand aber "beim praktischen Teil das seitenverkehrt Denken beim Rückwärtsfahren mit Spiegeln schwierig". Rainer Salbeck sen. fand das Training interessant und lehrreich - "ich habe meine schwache Stelle erkannt, das Rückwärtsfahren nur mit den Spiegeln".

Herbert Popp beurteilte das Training als interessant und empfehlenswert. Er meinte: "Auch mich forderte das Rückwärtsfahren zwischen den Pylonen heraus." (sön)
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