Gemeinsame Atemschutzübung der FFW Vilshofen und Rieden
Vermisst im dichten Qualm

Starke Rauchentwicklung im ersten Stock des ehemaligen Gasthauses Peng an der Staatsstraße 2165. Zwölf Personen vermisst!“ Bereits nach wenigen Minuten waren die Feuerwehren Vilshofen und Rieden vor Ort.
Vermischtes
Rieden
26.10.2016
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"Starke Rauchentwicklung im ehemaligen Gasthaus Peng an der Staatsstraße 2165." Diese Meldung verheißt nichts Gutes. Und tatsächlich: "Zwölf Personen vermisst" lautet die Alarmierung der Feuerwehr Vilshofen. Die probt allerdings nur den Ernstfall.

Vilshofen. (sön) Hintergrund war eine gemeinsame Atemschutzübung der Wehren Vilshofen und Rieden. Erstere war bereits nach wenigen Minuten mit ihrem Fahrzeug, einem HLF 20/16, vor Ort. Kurz darauf rückten auch schon die Riedener mit ihren LF 20 und LF 8 an. Die Einsatzleitung übernahm Atemschutzgerätewart Thorsten Fleischmann.

Kinder vermisst


Über Leitern drangen vier Riedener Atemschutzgeräteträger von der Staatsstraße, vier Vilshofener von der Maximilianstraße aus in das stark verqualmte Gebäude ein, Wärmebildkameras kamen zum Einsatz: Man musste davon ausgehen, dass die Vermissten auch bewusstlos und verletzt sein konnten.

Zudem hatten Kinder in dem verlassenen Gebäude gespielt. Diese hätten sich unter alten Betten, in Bädern oder Duschen versteckt haben können. Sanitäter der Riedener Wehr standen bereit, um Verletzte zu versorgen. Inzwischen kam über Sprechfunk die Nachricht aus dem Gebäude: "Verletzte gefunden!" Die ersten Personen mit leichten Blessuren wurden, durch Leinen gesichert, über die Leiter geborgen. Bei drei Schwerverletzten, die sich unter Betten verkrochen und in Bädern eingeschlossen hatten, erforderte die Rettung einen hohen Zeitaufwand. Sie wurden mit Schleifkorbtragen über Leitern geborgen und in der Sanitätsstelle erstversorgt.

Alle Verletzten geborgen


"Alle Verletzten geborgen, keine Personen mehr vermisst, Übung erfolgreich abgeschlossen", hieß es nach 40 Minuten. Vilshofens Kommandant Rudi Beck lobte bei der abschließenden Manöverkritik im Gerätehaus, dass Organisation und Leitung, hervorragend geklappt hätten. Sein Dank galt der Familie Scharl, die das Gebäude zur Verfügung gestellt habe. "Es hat gut funktioniert, die Atemschutzgeräteträger fanden alle Vermissten", freute sich Bürgermeister Erwin Geitner und würdigte die Aktiven: "Ihr opfert bei Übungen eure Freizeit, um euren Mitbürgern helfen zu können. Macht weiter so, um für den Ernstfall gewappnet zu sein."

Nebel und Wärmebild


Zufrieden war auch Einsatzleiter Thorsten Fleischmann, der die gute Zusammenarbeit der beiden Wehren hervorhob und darauf hinwies, dass drei Nebelmaschinen und zwei Wärmebildkameras im Einsatz waren. Eine gemeinsame Brotzeit rundete die Übung ab.
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