Ledereracker: Erschließung hat begonnen
Im Frühjahr kann gebaut werden

Den offiziellen ersten Spatenstich erledigten (von links) Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer vom Planungsbüro UTA, Bürgermeister Erwin Geitner, KFB-Geschäftsführerin Stefanie Rüger, Dr. Michael Doblinger, Vorstand der Raiffeisenbank Unteres Vilstal, Bauleiter Siegfried Däs und Stefan Rubenbauer von der gleichnamigen Baufirma. Bilder: sön (2)
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Rieden
07.09.2016
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Spatenstich im neuen Baugebiet Ledereracker: "Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung" sei dessen Erschließung, betonte gestern Bürgermeister Erwin Geitner. Die zentrale Lage des Areals zwischen Vilshofener- und Badstraße spreche für sich. Von 3,2 Hektar Gesamtfläche werden etwa 1,9 bebaut.

(sön) Die Restfläche, rund 13 000 Quadratmeter, sind laut Geitner Retentionsfläche nach dem von Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Reinhold Galli aus Rieden überarbeiteten Grünordnungsplan. Die Bauarbeiten auf dem Gelände haben bereits am 29. August begonnen. Nach Auskunft von Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer vom Amberger Planungsbüro UTA werden damit 24 Parzellen mit Größen zwischen 470 und 1100 Quadratmetern erschlossen: "Wenn das Wetter passt, können im Frühjahr 2017 die ersten Hochbaumaßnahmen beginnen."

Erschlossen werden die Grundstücke mit einer fünf Meter breiten Straße mit einem zwei Meter breiten Mehrzweckstreifen. Im zweiten Abschnitt sind eine fünfeinhalb Meter breite Straße und ein eineinhalb Meter breiter Gehweg vorgesehen. Entwässert wird das Baugebiet im Mischsystem und wird mit Wasser, Strom und Telekommunikation in Glasfasertechnik versorgt.

"Eine tolle Geschichte", sagte beim offiziellen ersten Spatenstich Dr. Michael Doblinger, Vorstand der Raiffeisenbank Unteres Vilstal: Die Ansiedlung junger Familien stärke den Standort. Er versprach für sein Institut, "nach Möglichkeit die Bauwerber bei der Finanzierung zu unterstützen". Stefanie Rüger, Geschäftsführerin des Erschließungsträgers KFB, und Stefan Rubenbauer, dessen Firma die Erschließung erledigt und dabei auf die Einhaltung des Terminplans achten will, legen vor allem Wert darauf, dass die Arbeiten unfallfrei verlaufen.

Bürgermeister Erwin Geitner betonte, wie wichtig ihm das neue Baugebiet ist - "denn vor wenigen Wochen wurde die letzte Parzelle im Gemeindebesitz, im Baugebiet Im Lehel, veräußert". Die Nachfrage nach Bauplätzen in Rieden sei groß, "die Bewerber stehen Schlange". Ihnen verspricht der Gemeindechef: "Noch im September werden wir schriftlich auf die Bewerber zugehen."

Rückblickend sieht er aber auch die Schwierigkeiten, die die Erschließung des Ledererackers mit sich brachte. Da das Baugebiet inmitten des Landschaftsschutzgebiets (alles rechts der Vils in deren Fließrichtung) liegt, mussten Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt werden. Dies wurde möglich durch ein anschließendes Waldgebiet. Seine Besitzerin hat sich bereiterklärt, ihre Liegenschaft als Landschaftsschutzgebiet ausweisen zu lassen.

Seit 2014 bis 2016 hat das Thema Ledereracker den Marktgemeinderat beschäftigt. Der Kaufbeschluss erfolgte 2015, danach der Gang durch die Fachstellen, die Ausschreibung, die Auftragsvergabe und nun am 29. August der Baubeginn.
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