Naturpark-Hirschwald-Kommunen sind sich über Bau eines eigenen Hauses noch nicht ganz einig
Infozentrum als neue Heimat

Naturparkvorsitzender Bürgermeister Markus Dollacker sah in dem Projekt abschließend „das Bestmögliche wenn nicht das Beste“.
Vermischtes
Rieden
24.11.2016
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„Wie in der Kirche,“ meinte ein Teilnehmer am Dienstag, „vorne die Sitze leer, und hinten bis auf den letzten Platz belegt“.


Zitate"Ein Leuchtturm, der den Naturpark nach vorne bringen wird."

Bürgermeister Stefan Braun (Kastl) über das Infozentrum

"Kann Ursensollen das nicht selber stemmen?"

Bürgermeister Peter Braun (Schmidmühlen) konnte sich mit der Umlage nicht anfreunden

"Der Naturpark ohne Zentrum ist und bleibt ein Provisorium. Aber dies kann nur ein gemeinsames Projekt sein."

Bürgermeister Franz Mädler (Ursensollen)

"Eine neue Immobilie zu bauen, da haben wir im Marktgemeinderat Diskussionsbedarf. Ich sehe hier auch das Industriemuseum Theuern und auch das Kloster Ensdorf."

Bürgermeister Erwin Geitner (Rieden)

"Landkreis und Landrat teilen die 90-prozentige Vorfreude und wünschen viel Erfolg."

Landrat und 2. Naturpark-Vorsitzender Richard Reisinger

"Ich befürworte dieses Herzensanliegen von Markus Dollacker."

OB Michael Cerny (Amberg)(sön)

Ensdorf. (sön) Die letzte Entscheidung über die Errichtung eines Infozentrums, eines Naturparkhauses am Standort Waldhaus, liegt nun bei den Kommunalgremien der neun am Naturpark Hirschwald beteiligten Gemeinden.

In einer gemeinsamen Sitzung der betroffenen Gemeinderäte am Dienstag im Wittelsbachersaal betonte der Ensdorfer Bürgermeister und Naturpark-Vorsitzende Markus Dollacker, das geplante Zentrum solle in erster Linie als touristische Anlaufstelle für den Naturpark und seine Mitgliedskommunen dienen, aber auch die Geschäftsstelle beherbergen. Daneben solle es in Ergänzung und in Kooperation mit den Umweltstationen in Ensdorf und Amberg als Anlaufstelle für Exkursionen im Naturpark und als Ort für Veranstaltungen dienen.

Keine eigene Gastronomie


"Wir sind am Beginn eines Prozesses, der Naturpark wird dadurch erlebbarer, begreifbarer", sagte Markus Dollacker. Er sah dabei das Infozentrum - "ein einstöckiges, landschaftsangepasstes Bauwerk in Holzbauweise und natürlich energieautark" - als touristische Informationsstelle für die Mitgliedskommunen und Ausgangspunkt für Umweltaktionen, Veranstaltungen und Ausstellungen. "Aber ohne eigene Gaststätte, also keine Konkurrenz für die gewerbliche Gastronomie", betonte er. Mit dem Infozentrum entstehe, ohne die Touristinfo der Stadt und des Landkreises abzuwerten, "eine weitere touristische Anlaufstelle, die gezielt die Mitgliedskommunen präsentiert".

Als bester Standort habe sich für den Vorstand Waldhaus ergeben. Dollacker verwies auf die relativ zentrale Lage im Naturpark, den großen Bekanntheitsgrad auch in Amberg "und die Synergieeffekte mit Gastronomie, Spielplatz, Wildschweingehege, Parkplatz und Anschluss an den ÖPNV". Auch sei mit der Wiese neben dem Waldhaus ein geeignetes Grundstück vorhanden. Sie gehöre den Bayerischen Staatsforsten und sei zurzeit an den Landkreis verpachtet. Zu diesem Standort im Landschaftsschutzgebiet und "Bauen im Außenbereich", so Dollacker weiter, habe es bei Vorgesprächen mit der Unteren Naturschutz- und der Baubehörde erste positive Signale gegeben, "und die Ausgleichsmaßnahmen sind laut Regierung auch über Umweltbildung möglich".

Bis 80 Prozent Förderung


Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager hatte eingangs angemerkt, dass "die 18 Naturparke vom Freistaat gegenüber anderen Bundesländern finanziell stiefmütterlich behandelt wurden". Jetzt aber konnte Dollacker zur Finanzierung des Infozentrums Erfreuliches mitteilen: 75 bis 80 Prozent betrage die Förderung nach RÖFE (Richtlinie zur Förderung touristischer Infrastruktureinrichtungen) für Projekte im Landkreis Amberg-Sulzbach mit Antragstellung bis Ende 2017. Vorgespräche mit der Regierung der Oberpfalz seien positiv verlaufen, so Dollacker.

Isabel Lautenschlager stellte den voraussichtlichen Kostenplan mit dem auf die neun Mitgliedsgemeinden entfallenden einmaligen und jährlichen Folgesummen vor.
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