Pfarrfamilienabend in Rieden
Pfarrei finanziell gut gepolstert

Mit dem Weyarner Menuett eröffnete das Holzregister der Blaskapelle St. Georg unter der Leitung von Miroslaw Zgrzendek (rechts) den Pfarrfamilienabend. Bilder: sön (2)
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Rieden
04.11.2016
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Um einen wichtigen Bereich der Pfarrei ging es beim Pfarrfamilienabend in Rieden: die Finanzen. Ein gutes Polster ist nötig, denn Investitionen können auch schnell ins Geld gehen.

(sön) Kirchenpfleger Andreas Reindl zeigte, detailliert in Einnahmen und Ausgaben, die von der Kirchenverwaltung bereits geprüfte und genehmigte Kirchenrechnung der Pfarrkirchenstiftung für 2015 auf.

Das Jahresergebnis bezeichnete er bei einem Gesamtüberschuss von 64 236 Euro mehr als erfreulich. Es sei aufgrund einer höheren Grundstock-Ausschüttung (Sonderpauschale) durch die Diözese und des Ablaufs von Wertpapieren entstanden. "Das wird in den nächsten Jahren nicht so weitergehen", betonte Reindl. Ein gutes finanzielles Polster sei vonnöten, da notwendig werdende bauliche Investitionen und unvorhergesehene Reparaturen schnell ins Geld gehen könnten. Die Einnahmen würden mittelfristig abnehmen, schätzte er. "Und wir tun gut daran, das Kapital sorgfältig zu verwalten."

Kirchliche Lehrerlaubnis


Reindls Lob galt Pfarrer Gottfried Schubach für dessen sorgfältigen Umgang mit den Finanzmitteln. Nun hätten die zahlreichen Besucher viele Zahlen gehört, so Schubach, "die Kirche aber besteht nicht aus Geld, sondern aus den Gläubigen mit ihren Gebeten". Erfreut teilte er mit, dass mit Maria Huger (Siegenhofen) einem Mitglied der Pfarrgemeinde von Bischof Rudolf Voderholzer die "Missio Canonica," die kirchliche Lehrerlaubnis, erteilt worden sei. Schubach erwähnte, dass das Pfarrfest dank vieler freiwilliger Helfer wieder ein Erfolg gewesen sei. Der Erlös werde als Spende weitergegeben.

Deutschland sei in einer Umbruchsituation, was die Stellung der Kirche betreffe. "Das ist bedrückend und oft entmutigend", so der Geistliche. Das Getauftsein müsse ernster und als Auftrag genommen werden. Es gelte neue Antworten zu finden - Umbruch müsse einen Aufbruch in den Pfarreien zur Folge haben. Für die Migranten in der Gemeinde bildete sich laut Schubach ein Helferkreis. Das Café International, betrieben von der katholischen und evangelischen Gemeinde, soll eine Antwort sein für Menschen, die Hilfe benötigen. Zum Neubau des Kindergartens sagte er: "Wir sind mit der Planung knapp davor, dass alles steht." Die Einrichtung werde einen Kindergarten (zweigruppig, für 50 Mädchen und Buben) und zwei Krippen für insgesamt 24 Kinder umfassen.

Kirche wird 300 Jahre alt


Schubach blickte auch in die Zukunft: 2017 wird in Rieden die Firmung stattfinden, 2018 wird das 300-jährige Bestehen der Pfarrkirche gefeiert. In Kürze könne die im Gotteshaus aufgenommene CD "Gloria" von Norbert Düchtel (Mathis-Orgel) und Hans Jürgen Huber (Trompete) im Pfarrheim gekauft werden.
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