Riedener pilgern zum Habsberg
„Ein herrliches Erlebnis“

Alle Achtung: Zum 62. Mal nahm der 87-jährige Konrad Ibler an der Wallfahrt zum Habsberg teil. Er war auch der älteste Teilnehmer. Hier stärkt er sich bei der Rast in Ransbach. Bild: sön
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Rieden
13.06.2016
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Die Riedener zählen genau mit: Am Samstag pilgerte die katholische Pfarrgemeinde zum 313. Mal zum rund 30 Kilometer entfernten Habsberg. 62 Mal davon war Konrad Ibler dabei.

"Geleite sie auf ihrem Weg, schütze sie vor Gefahr, behüte sie vor jedem Unfall und lasse sie heil zurückkehren", bat vor Beginn der Wallfahrt Pfarrer Gottfried Schubach in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Nach einem gemeinsamen Vaterunser und Ave Maria erteilte er den Reisesegen. Nach dem Lied "Wir ziehen zur Mutter der Gnaden, zu ihrem heiligen Bild" formierten sich die 110 Wallfahrer auf dem Marktplatz, um bei sommerlichen Temperaturen zur Wallfahrtskirche Maria Heil der Kranken auf dem Habsberg aufzubrechen.

Als Vorbeter waren Roswitha Mehl und Andreas Fischer im Einsatz. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz trug Andreas Fischer nach Habsberg, wo man gegen 16.30 Uhr ankam. Auf dem Rückweg übernahm Sebastian Zapf diese Aufgabe. Den Lautsprecher trug Klaus Jaintzyk.

Nach der Ankunft verweilten die Gläubigen bei einer Andacht in der Gnadenkapelle. Das Wallfahrtsamt, dem sich eine Lichterprozession anschloss, wurde mit Pfarrer Dr. Elmar Spöttle gefeiert und von der Blaskapelle Rieden musikalisch umrahmt.

"Es ist immer wieder ein herrliches Erlebnis, den anstrengenden Weg auf den Habsberg geschafft zu haben und hier die Gemeinschaft der Riedener Wallfahrer zu erleben", zeigten sich die Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner und Xaver Riepl überzeugt. Die Wallfahrtskirche sei mit mehreren Hundert Gläubigen vollständig gefüllt gewesen.

Am Sonntag pilgerten nach der morgendlichen Verabschiedung knapp 50 Pfarrangehörige zurück nach Rieden, wo sie gegen 16.30 Uhr glücklich, aber doch ein bisschen müde von den Angehörigen empfangen wurden.

Mit 87 Jahren war Konrad Ibler, der zum 62. Mal teilnahm, ältester Teilnehmer der Wallfahrt. Die Neunjährigen Jakob Breitkopf und Maximilian Graf waren als jüngste Pilger mit dabei. Da keine Gaststätten mehr auf der Strecke vorhanden sind, übernahm die Feuerwehr Rieden die Essens- und Getränkeversorgung.
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