Stodlweihnacht des Heimatvereins Rieden mit aktuellem Bezug
Den Notleidenden helfen

Vorschulkinder und Schüler der ersten bis sechsten Klassen führten ein Krippenspiel auf. Bilder: sön (2)
Vermischtes
Rieden
23.12.2015
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Loderndes Lagerfeuer wies den Weg zur Stodlweihnacht des Heimatvereins. Mit "Ihr Kinderlein kommet" begrüßte die Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Miroslaw Zgrzendek die Besucher.

"Damische Gschicht"


Viele hatten sich mit Fackeln und Laternen vom Marktplatz aus auf den Weg zum Rösslwirtsstadl am Schweinsberg gemacht. Mit "Kaam hoam die Engel" stimmten d' Hirtn auf Weihnachten ein. Gerhard Schnabel las "De damische Gschicht vom letzten bayerischen Niggolo".

Dabei erfuhren die Zuhörer auch von Problemen des Heiligen und seines Knechts: "Gfrorn hat's uns glei ois wia de Schneida. Los, sag i, Rupprecht geh' glei weida, du schiabst o und i dua ziang, dass ma warme Haxn griang. Nach zehn Medda, sappradi, haut's uns scho auf d' Letschn hi, Kruzitürkn, sogt mei Knecht, da moan i, geht's uns heit no schlecht."

Mit "Dou drauß'n in da Nacht" leiteten d' Hirtn auf das Krippenspiel über, für das mit Strohballen im Stadel ein stimmungsvolles Ambiente geschaffen war. Vorschulkinder und Schüler der ersten bis sechsten Klassen hatten es mit Michaela Hetzenecker und Andrea Höfler einstudiert. Das Juniororchester der Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Elke Beer und d' Hirtn begleiteten sie.

Bürgermeister Erwin Geitner blickte auf das abgelaufene Jahr zurück: Manche Hoffnung habe sich zerschlagen, manches Unerwartete sei eingetreten. "Wie selten zuvor haben wir die Erfahrung machen müssen, wie sehr Geschehnisse, die sich in weit entfernten Regionen abspielen, uns ganz direkt berühren, unsere Gedanken und Empfindungen beeinflussen."

Puderzucker für die Seele


Weihnachten werde rund um den Globus gefeiert, darauf verwies Pfarrer Gottfried Schubach und nannte dies auch eine Art Puderzucker für die Seele. Die heilige Familie aber habe rund um die Geburt Jesu Not und Verzweiflung erlebt. Deshalb lud er alle ein, sich für die vielen Menschen auf der Flucht, einzusetzen, ihnen zu helfen und Weihnachten mit einem Einsatz für die Notleidenden zu begehen.

Nach einem Dank von Heimatverein-Vorsitzendem Hubert Hass an alle Beteiligten endete die Stodlweihnacht mit einem gemeinsam angestimmten "Stille Nacht". Am Lagerfeuer stärkten sich die Besucher danach mit Glühwein und Bratwürstln.
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