Vilshofener Hexen machen Gemeinde unsicher
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Die kleine Johanna, Enkelin der Oberhex, ist mit ihren fünf Jahren die jüngste der wilden Weiber aus Vilshofen. Bilder: sön (2)
Vermischtes
Rieden
09.02.2016
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Dass in Vilshofen "as ganze Dorf abgrast" wird, hat seit mehr als 20 Jahren bei den Hexen Tradition. Auch vor dem Riedener Rathaus standen die Narrhallesen, um den wilden Weibern ihre Aufwartung zu machen. Leicht hat's halt ein Bürgermeister auch im Fasching nicht.

Vilshofen/Rieden. Besen schwingend, von Tobias Reiser und Theresa Weinfurtner mit ihren Quetschn angeführt, machten die Vilshofener Hexen am Rosenmontag die Marktgemeinde unsicher. Nach einem Frühstück bei der ehemaligen Hexe Hilde Ehrnsperger standen in Rieden Blumen-Deml und der Nettomarkt auf dem Plan: Ab ging's mit dem Hexennachwuchs im Einkaufswagen durch die Regalreihen, Sekt und Krapfen gab's. "Komm hol den Besen raus" und "Schiefe Absätz'und in jedem Strumpf a Loch, aber saufen, saufen dua ma doch" sangen die wilden Weiber.

Dann hatten sie den Hirschenwirt auf ihrer Liste. Gschnapselt wurde dort kräftig und zum Dank gesungen: "Alle Hexen sind schon da, große, kleine, dicke junge, alte, halt die ganze Hexenmeute." Bei Zahnarzt Dr. Küss standen Kaffee, Cola und Orangensaft parat. Dann kam die Arztpraxis an die Reihe, für die Nachwuchshexen war das Karussell in der Marktapotheke der Renner. Auf a Glaserl Sekt marschierte die Truppe zur Sparkasse und zur Raiffeisenbank. Die Metzgerei Greß und der Dotzauer Ernst wurden ebenfalls nicht vergessen und dann wurde das Rathaus angesteuert.

Bürgermeister Erwin Geitner empfing mit seinem Stellvertreter Josef Weinfurtner und den Räten Josef Spies und Andreas Weinfurtner die wilden Weiber aus Vilshofen. Sekt, Bier, Orangensaft, Handwurst, Semmeln, Brezen und Spitzel standen parat. Theresa und der Tobias spielten auf, die Hexen sangen und schunkelten. Bürgermeister Erwin Geitner reimte "Schön ist es, wenn ihr uns beehrt und fleißig mit den Besen kehrt. Leider konnt' ich euch nicht fliegen sehn". Und dann: "Die Oberhex' gar greislich schaut, ich hoff', dass sie mich nicht verhaut. Doch tanzen tät ich gern mit ihr. Darauf trinken wir jetzt hier". Er überreicht im Namen des Marktgemeinderates eine Spende, erhielt dafür von Oberhex Irene Schönberger ein Vogelhäuschen (mit Schnapsflasche), "denn jetzt hat schon bald jeder einen Vogel".Dann hieß es Happy Birthday: Die Irene hatte am Rosenmontag auch Geburtstag. Die Vilshofener Hexen sind nicht so leicht unterzukriegen - und so ging's danach noch weiter, durch allerlei Riedener Wirtshäuser und Geschäfte.
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