Volkstrauertag in Rieden
Weniger Zeitzeugen

Gemeinsam mit Marktgemeinderat Dieter Teich (links) legte Bürgermeister Erwin Geitner den Kranz am Ehrenmal nieder.
Vermischtes
Rieden
15.11.2016
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(sön) Die Blaskapelle St. Georg umrahmte die ökumenische Feier zum Volkstrauertag am Ehrenmal. Die Fahnenabordnungen der Vereine bildeten einen würdigen Rahmen. "Wir gedenken aller Opfer verbrecherischer Ideologien, auch der Trauer und des Schmerzes, die viele zu tragen haben," betete Pfarrer Gottfried Schubach.

Sein evangelischer Kollege Dieter Kreysler bedauerte, dass der Volkstrauertag bei vielen in Vergessenheit gerate, denn die, die die (Nach-)Kriegszeit bewusst erlebt und Not am eigenen Leib kennengelernt hätten, würden weniger. Der Blick auf die Namen der Gefallenen aus der Gemeinde auf der Gedenktafel lenke die Gedanken in die Vergangenheit. Bilder von Soldatenfriedhöfen, die er auf der Krim, in Griechenland und auch Kreta gesehen habe, seien ihm ein Memento mori - ein Aufbegehren gegen das Vergessen, sagte Kreysler. Er denke aber auch an Yad Vashem in Jerusalem in Erinnerung an sechs Millionen in der Nazidiktatur umgebrachte Juden. Dazu kämen Bilder von Trauerfeiern, wenn deutsche Soldaten in Afghanistan wie andernorts oder Polizeibeamte durch Terror ihr Leben verloren.

Bürgermeister Erwin Geitner legte den Kranz am Ehrenmal nieder.

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Bilder vom Volkstrauertag im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie
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