"Unser Dorf soll schöner werden": Bezirkssieger in der Rodinger Stadthalle ausgezeichnet - Gold ...
Die Träger des Dorflebens

Die Gaisthaler haben nicht nur das schönste, sondern auch ein musikalisches Dorf. Bild: Josef Heigl
Archiv
Roding
27.10.2014
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Die "Träger des Lebens in unseren Dörfern" hieß Josef Hofbauer als Leiter der Bewertungskommission willkommen. Hinter Gold, Silber und Bronze beim Bezirkswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" stecken jede Menge Initiative und Ideen, persönliches Anpacken und Miteinander. Dafür wurden die Bezirkssieger am Samstag in der Stadthalle "Haus Ostmark" gelobt.

Gleichwertige Heimat

Landrat Franz Löffler freute sich, dass der Landkreis Cham seit Jahren überdurchschnittlich viele Teilnehmer am Wettbewerb stellt. Generell gelte es dem Trend der Verstädterung entgegenzuwirken. "So ein Wettbewerb ist ein guter Anlass, um zu zeigen, was tatsächlich in den Orten steckt." Dörfer seien attraktive Wohnräume mit guten Arbeitsplätzen und bunter Freizeitstruktur. Der Bezirkstagspräsident gratulierte den Preisträgern und appellierte, Dörfer als gleichwertige Heimat zu erhalten.

Als Hausherr stellte Rodings Bürgermeister Franz Reichold die Stadt vor und gratulierte den Teilnehmern, die aktiv und miteinander etwas für ihre Heimat tun. Frei nach Goethe unterstrich er: "Ohne unsere Dörfer ginge viel Kultur verloren."

Die Geschichte des bundesweit ältesten Wettbewerbes beleuchtete Regierungspräsident Axel Bartelt und zitierte: "Naheliegendes ist besser als Vielgesuchtes, karg ist besser als üppig, Kontinuität ist besser als Wechsel, Übereinstimmung ist besser als aggressives Verhalten." Der Regierungspräsident interpretierte die Zeilen so, dass er in einer Zeit des raschen Wandels für mehr Bodenständigkeit, Schlichtheit und Kontinuität plädierte. Der Wettbewerb wolle Entwicklungen anstoßen.

Hauseigentümer wurden ermuntert, Optimierungspotenziale vor der eigenen Haustüre "anzugehen" und sie mit Engagement und auf eigene Kosten zu verändern. Das Schöne am Dorfwettbewerb sei, dass es keine Verlierer gebe. Die gesamte geleistete Arbeit bleibe im Dorf, das sei der eigentliche Gewinn - egal, wo der Ort letztlich auf der Rangliste gelandet sei. Der Redner ermunterte die Gewinner einer Silber- und Bronzeplakette, die vielleicht enttäuscht sind, dem Wettbewerb treu zu bleiben und ihren Ort weiterzuentwickeln.

Der Regierungspräsident zitierte einen Bürgermeister, der gesagt habe: "Die Entsiegelung muss in den Köpfen beginnen." Mit dieser Einstellung werde man sicherlich noch vieles zukunftsfähig voranbringen.
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