"Volles Haus" beim 20. Heilbrünnl-Konzert - Barock-Musik in der Rokoko-Kirche - Ein ...
Mit Mozart und Vivaldi in den verdienten Urlaub

Orchester und Solisten brillierten in der Rokoko-Kirche. Bild: hfz
Lokales
Roding
11.08.2015
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"Den Schöpfer durch die Schöpfung loben",hat Papst Franziskus in seiner letzten Enzyklika "Laudato si" gefordert: Diesen Auftrag erfüllten die Mitwirkenden beim 20. Heilbrünnl-Konzert unter der Leitung von Johann Häusler voll und ganz. Viele Anhänger des jährlich stattfindenden Konzerts hattenwieder den Weg in die malerisch gelegene Heilbrünnl-Kirche gefunden.

Pfarrer Holger Kruschina freute sich über das volle Gotteshaus trotz der gerade begonnenen Urlaubszeit, und dankte allen Mitwirkenden, allen voran dem Leiter des Konzerts, Johann Häusler, der für diesen Nachmittag wieder einen kleinen "Blumenstrauß aus dem Gottesgarten des Gotteslobes" arrangiert hatte. Den erstklassigen musikalischen Auftakt bildete dann die "Air de Triomphe" von Jean Philippe Rameau, bei dem Paul Windschüttl und Andreas Stögmüller ihre Brillanz an den Trompeten aufblitzen ließen, zwar nur kurz, dafür aber umso imposanter. Der nächste Höhepunkt folgte mit dem Adagio, KV 580a von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier überzeugte und faszinierte Anne Dufresne gleichermaßen mit ihrer erstklassigen Darbietung auf der Oboe. Gefesselt von ihrem Können und ihrer Ausstrahlung konnte der Zuhörer keinen Blick mehr von dieser zierlichen Virtuosin wenden.

Selbstverständlich wurden die Solisten stets in hervorragender Weise begleitet vom Orchester des Musikvereins Roding, auch bei der Sinfonia C-Dur von Franz Gleissner und dem Werk von Alessandro Marcello. Kurz bevor der Hausherr, Dekan Holger Kruschina, selbst seinen wohlverdienten Urlaub antrat, schmetterte er noch mit seinem wunderbaren Tenor die Arie "Er weidet seine Herde" aus dem Messias von Georg Friedrich Händel von der Empore, bevor der Gemeinschaftschor, bestehend aus dem Gesangverein Roding und Mitgliedern der Kirchenchöre Roding, Stamsried, Waldmünchen, Geigant und Pemfling den ganzen Altarraum füllten. Edith Neuner sang anschließend das Sopran-Solo "Dominus Deus" von Antonio Vivaldi und das Finale bildete die Orgelsolomesse "Missa brevis" von Wolfgang Amadeus Mozart, zwar nicht mit den angekündigten Pauken, dafür aber wiederum mit den herrlichen Trompeten, die zusammen mit Orgel und Fagott das Orchester ergänzten. Die Solopartien übernahmen traditionell wieder Edith Neuner (Sopran), Gudrun Janker (Alt), Alfons Kerscher (Tenor) und Helmut Prommersberger (Bass). Viele Worte des Dankes gab es am Ende von der Vorsitzenden des Gesangvereins, Auguste Erlacher, die alle Solisten mit einem guten Tropfen bedachte und für den Dirigenten 20 Sonnenblumen - für jedes der 20 Konzerte eine - aus dem Garten des Schöpfers mitgebracht hatte.
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