Weltgrößte Forstemesse

Nur alle vier Jahre, dafür in großem Stil, findet die Forsttechnik-Messe des KWF statt, des Vereins Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik. Bild: jh
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Roding
09.03.2016
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Diese Zahlen sprengen die sonst üblichen Veranstaltungen in der Region um ein Mehrfaches: 500 Aussteller aus 25 Ländern werden sich vom 9. bis 12. Juni auf einer Fläche von 120 Hektar präsentieren. Die 17. KWF-Tagung rühmt sich, die weltgrößte Forstdemo-Messe und der wichtigste Branchentreff des Jahres zu sein.

Details haben Veranstalter und Partner im Rahmen einer Pressekonferenz am Chamer Landratsamt bekanntgegeben. Den Übungsplatz der Bundeswehr einerseits, das Areal der Bayerischen Staatsforsten zwischen Mitterkreith und Neubäu am See andererseits stehen für die Veranstaltung zur Verfügung. "Der Landkreis Cham ist stolz und dankbar für den Zuschlag", bekräftigt Landrat Franz Löffler. Das passe gut, denn auf 43 Prozent des Landkreises wachse Wald, er sei Heimat und Lebensgrundlage der Bevölkerung. Der Wald, so Löffler, müsse auch in den nächsten Generationen zur Verfügung stehen, daher komme der Nachhaltigkeit, wie sie bei der KWF-Tagung im Mittelpunkt steht, auch eine besondere Bedeutung zu. Der Landrat freut sich auf 50 000 Besucher, wohl wissend, dass viele noch nie in der Gegend waren.

Wälder, Menschen, Märkte


Der Verein KWF ist vor 51 Jahren gegründet worden, zuletzt machte die alle vier Jahre stattfindende Großveranstaltung vor mehr als 30 Jahren Station in Bayern, lässt Robert Morigl, der Vorsitzende, wissen. Ausgangslage für das Kuratorium sei gewesen, einen Beitrag dazu zu leisten, Waldarbeit sicherer zu gestalten. Das KWF sei zwischenzeitlich ein wichtiger Warentester in der Forstwirtschaft, berät umfassend und organisiert Veranstaltungen und Aktionen. Keine der Partner hätten den KWF bei der Planung der Veranstaltung in Roding im Stich gelassen, und auch das Partnerland Tschechien sei mit beteiligt, freut sich Morigl.

"Wälder - Menschen - Märkte: Forstwirtschaft nutzt natürlich" - dieses Motto stellt Thomas Wehner vor, der Projektleiter der KWF-Tagung und Fachressortleiter "Information & Marketing". Die Fachexkursionen über die drei Tage finden zwischen Mitterkreith und Neubäu am See statt. Schwerpunkte sind Bodenschutz, Pflanzung und Holzernte. Ferner gibt es einen weiteren Schauplatz für Holzernte am Hang. Beim Fachkongress werde es Arbeitskreise und Foren geben. Ein attraktives Rahmenprogramm wartet mit Innovationspreis und Meisterschaften sowie Sonderpräsentationen und internationalen Ehrengästen auf. Auf dem Standortübungsplatz spiele sich die klassische Messe ab, die Aussteller führen Technik vor: "Hier passiert etwas."

"Hochinteressante Sache"


Der Sonntag ist deklariert als Waldbauerntag, Familien- und Erlebnistag. "Denn wir wünschen uns auch die Bürger auf der Messe", so Wehner. Entsprechende Wertgutscheine für den Familienvorteilspreis (20 Euro Eintritt für zwei Erwachsene und zwei minderjährige Kinder) sind im Tourismusbüro der Stadt Roding und im Bürgerbüro im Rodinger Rathaus erhältlich. "Das wird eine hochinteressante Sache", freut sich auch der Rodinger Forstdirektor Hubert Meier.
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