Renovierung der Nikolauskirche
Bis zum Spätherbst wird gewerkelt

Vermischtes
Rötz
24.07.2016
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Der letzte Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Heinrichskirchen fand im April statt. Seither laufen aufwendige Sanierungsmaßnahmen. Zum Namenstag des Kirchenpatrons soll jedoch Schluss damit sein.

-Heinrichskirchen. Mit dem Abriss der Sakristei ist an der Pfarrkirche St. Nikolaus Heinrichskirchen eine weitere und umfassende Renovierungsmaßnahme angelaufen. Letztmals wurde die Kirche vor rund 25 Jahren einer Innen- und Außenrenovierung unterzogen.

Bei einem Pfarrfamilienabend informierten Planer Johann Wutz und Kirchenpfleger Josef Nothaas über Details der Baumaßnahme. Pfarrer Markus Meier betonte dabei die Notwendigkeit, kirchliche Liegenschaften zu erhalten und diese auch in Schuss zu halten. Er dankte allen Verantwortlichen, die sich dabei ehrenamtlich einbringen.

Bodendenkmal


Nach ersten Erkenntnissen durchgeführter archäologischer Ausgrabungen, als Bestandteil der Baugenehmigung des Sakristeianbaues, sei die Pfarrkirche St. Nikolaus ein Gotteshaus mit reicher Baugeschichte, bekräftigte Pfarrer Meier. Wie ebenfalls die alte Sakristei befindet sich auch der vorgesehene und ebenfalls unterkellerte Anbau innerhalb einer Bodendenkmalfläche des ehemaligen Pfarrfriedhofes an der Kirchennordseite. Den Ausführungen von Planer Johann Wutz zufolge, habe die Kirchenverwaltung Heinrichskirchen bereits im Jahre 2007 erste Überlegungen einer weiteren Renovierung der Pfarrkirche angestellt und dazu mit der Diözese Regensburg einen Eigenanteil der Kirchenstiftung Heinrichskirchen von 45 Prozent der Gesamtbaukosten vereinbart. Die in den Jahren 2009/2010 in Abstimmung mit der Diözese und dem Denkmalamt Regensburg eingereichte Baumaßnahme umfasst den Neubau der Sakristei ab Bodendecke, einschließlich eines drei Meter langen und ebenfalls unterkellerten Anbaues sowie die Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche.

2012 erfolgte die Baugenehmigung, verbunden mit Auflagen hinsichtlich Putzuntersuchungen, archäologischer Ausgrabungen und einer Bestandsaufnahme für eventuelle Renovierungsarbeiten an der Kirchen-Inneneinrichtung. Die neue Sakristei verfügt zukünftig über eine dringend notwendige WC-Anlage, eine Elektroheizung sowie einen separaten Zugang zu den Kellerräumen. Für die gesamte Baumaßnahme sind in Abstimmung mit dem Baureferat 725 000 Euro an baufachlich anerkannten Gesamtkosten veranschlagt. Der bereits vorhandene Eigenanteil der Pfarrei Heinrichskirchen beläuft sich auf 323 000 Euro. Der Zuschussanteil der Diözese Regensburg beträgt 325 000 Euro. Mit weiteren Zuschüssen steuert die Bayerische Landesstiftung, das Landesamt für Denkmalpflege, die Stadt Rötz und ein Eigenleistungsanteil zur Restfinanzierung bei.

Gottesdienste ausgelagert


Nach dem Abriss der bisherigen Sakristei bis zur Kellerdecke wurde mit den Arbeiten für den Keller des Anbaues begonnen. Nach den Rohbauarbeiten an der neuen Sakristei erfolgt die Außenrenovierung und im Anschluss die Innenrenovierung der Pfarrkirche. Mit der Fertigstellung des Gesamtprojektes wird für den Spätherbst, spätestens zum Patrozinium der Pfarrkirche am 6. Dezember, gerechnet. Die Gottesdienste finden bis dahin in der Pillmersrieder Antoniuskirche statt.
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