500 Menschen nehmen Abschied von Dr. Maximilian Pielmaier
Humorvoll und bescheiden

Hunderte von Trauergästen gaben dem 81-jährig verstorbenen Dr. Max Pielmaier das letzte Geleit. Nach dem Seelengottesdienst in der Pfarrkirche nahmen Familie, Freunde und Weggefährten auf dem Kirchplatz Abschied von einem Mann, der sich ein Leben lang für soziale Zwecke und seine Mitmenschen eingesetzt hatte. Bild: du
Lokales
Schirmitz
19.10.2014
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Rund 500 Trauergäste nahmen am Samstag Abschied von Dr. Maximilian Pielmaier. Sie zeigten damit ihre Wertschätzung für einen Mann, der sich für Menschen eingesetzt hat, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen.

Zahlreiche Redner würdigten die beispielhaften Leistungen Pielmaiers und seinen enormen Einsatz für die flächendeckende Einführung des Gehör-Screenings, auch auf internationalem Gebiet und besonders in der Dritten Welt. "Tausenden Kindern und Erwachsenen hat er das Geschenk des Hörens gemacht."

Positiv und zupackend

Pfarrer Thomas Stohldreier zelebrierte die Seelenmesse zusammen mit Pfarrer Alois Anetseder, dem Schwager des Verstorbenen aus Kellberg, sowie Pater Martin Neuhauser von den Steyler Missionaren in Tirschenreuth und Studiendirektor a. D. Albert Schlaffer aus Schirmitz. Der Kirchenchor unter Leitung von Wolfgang Ziegler an der Orgel sowie Sieglinde Ziegler mit der Querflöte sorgten für die musikalische Begleitung.

Stohldreier zeichnete in der Predigt den Lebensweg Pielmaiers nach. Um den ehemaligen Ministerialrat am bayerischen Landwirtschaftsministerium und Leiter des Tierzuchtamtes Weiden trauern nicht nur seine Frau Margarete, die Töchter Andrea und Eva mit Partnern sowie die sieben Enkelkinder, sondern auch die Freunde vom Lions-Club Weiden, dem er 40 Jahre lang angehörte. In vielen Projekten habe er sich für Gehörlose eingesetzt. Zuletzt unterstützte er auch die Weidener Tafel. Pielmaier stellte seine Dienste auch der Pfarrei Schirmitz zur Verfügung.

Stohldreier lobte die positive und zupackende Art des seit 1971 in Schirmitz ansässigen und aus der Nähe von Straubing stammenden Niederbayern. "Der Verstorbene hatte die Gnade, für andere ein 'Guter Hirte' zu sein. Aufgrund seines bescheidenen und humorvollen Wesens bescherte ihm das Leben einen großen Freundes- und Bekanntenkreis."

Den Reigen der Nachrufe eröffnete Vorsitzender Thomas Sommer für die Feuerwehr Schirmitz. Er dankte Pielmaier für die seit 1989 fördernde Mitgliedschaft. Um den Bundesbruder trauert auch die Katholische Deutsche Studentenverbindung "Agilolfia", deren Fahnenabordnung aus Freising angereist war. Der Sprecher würdigte die über 59 Jahre langen freundschaftlichen Bande zu "ihrem Max". Der CV-Zirkel Weiden bedauerte ebenfalls den Tod seines Mitglieds, das in seinem Leben den Wahlspruch "Freundschaft und Standhaftigkeit" verwirklicht habe.

Gruß der Jäger

Als Mitglieder-Beauftragter des Lions-Clubs Weiden betonte Dr. Frank Wohl, dass Pielmaier sein ganzes Leben unter das Motto des Clubs "Wir dienen" gestellt habe. Als Präsident von 1978 bis 1979 und als Vorsitzender des Lions-Hilfswerks Weiden von 1995 bis 2006 habe er sich außerordentliche Verdienste erworben. Besonders stellte der Beauftragte heraus, dass der Verstorbene über 86 000 Euro für soziale Zwecke gesammelt habe. "Dr. Max Pielmaier hat sich in hohem Maße für die Gehörlosen verdient gemacht", stellte Kabinetts-Mitglied Oskar Deininger aus Marktredwitz für den District Bayern-Ost des Lions-Clubs fest. Um den Schirmitzer trauern auch die Oberpfälzer Rinderzüchter. Deren Beauftragte würdigte den Einsatz Pielmaiers als ehemaliger Behördenleiter des Tierzuchtamtes Weiden.

Schließlich zollte Alfons Ermer, Vorsitzender des Bayerischen Jagdverbandes, Kreis Weiden-Neustadt, dem früheren Jäger Respekt für dessen Engagement für die Natur. Als letzten Gruß intonierte die Jagdhornbläsergruppe unter Leitung von Hornmeister Wolfgang Hohlmeier "Jagd vorbei" und Halali. Die Verabschiedung auf dem Kirchplatz war der letzte Akt der Trauerfeier.
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