Dr. Barbara Steinhauser zum Thema Patientenverfügung
Vorsorgen

Lokales
Schirmitz
27.11.2015
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"Eine Vollmacht hilft nur dann, wenn sie bekannt ist", das betonte Referentin Dr. Barbara Steinhauser aus Schirmitz in ihrem Vortrag beim Frauenbund. Im Pfarrsaal sprach sie über die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Sie stellte ein Zitat der Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin in den Vordergrund: "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben."

Wie die Ärztin betonte, diene die Vorsorgevollmacht dazu, eine Person des Vertrauens zu ermächtigen, bestimmte Angelegenheiten zu regeln, wenn man dazu nicht mehr selbst in der Lage ist. Dies betreffe vor allem Bank-, Vermögens- und Wohnungsangelegenheiten sowie im Post- und Fernmeldeverkehr oder vor Gericht. "Eine Vorsorgevollmacht muss von der eingesetzten Person auch unterschrieben werden", erklärte Steinhauser. Habe man keine Vorsorgevollmacht erstellt, folge grundsätzlich ein gerichtliches Betreuungsverfahren, und zwar auch dann, wenn man Angehörige habe. Bei der Auswahl der Vertrauensperson kämen Ehepartner, Kinder, Geschwister und auch langjährige und enge Freunde in Betracht.

"Wenn man niemanden eine Vorsorgevollmacht ausstellen möchte, kann man eine Betreuungsverfügung ausfüllen", erläuterte die Rednerin. Hier könne man Wünsche hinsichtlich einer Betreuung zum Ausdruck bringen. Ansonsten werde ein Betreuer vom Gericht bestimmt, der jährlich dieser Behörde Rechenschaft ablegen müsse. Mit einer Patientenverfügung treffe man im Voraus bestimmte Entscheidungen im Bereich der medizinischen Versorgung.

Steinhauser betonte,dass eine Vollmacht nur dann helfe, wenn sie bekannt sei. Zu allen angesprochenen Themen empfahl sie die Broschüre "Christliche Patientenvorsorge".
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